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Tipps für Veganer_innen, um während der Corona-Krise aktiv zu sein

Die Covid-19-Krise ist auch für uns Tierrechtsaktive eine Herausforderung und zugleich eine Chance, neue Aktionsformen auszuprobieren. Zur Zeit ist ja Kontaktbeschränkung angesagt und Versammlungen sind verboten. Doch auch zu zweit oder alleine kannst du aktiv bleiben oder werden! Wir von Berlin-Vegan haben unsere Ideen und was wir so machen in diesem Artikel zusammengetragen. Viel Vergnügen und Inspiration!

Credits: Christin Bildingrau

DRINNEN

Wir verbringen mehr Zeit zu Hause und auch in den eigenen vier Wänden kannst du dich direkt oder indirekt für den Veganismus engagieren.

Gutscheine, Spenden und Bewertungen. In unserem Blog findest du eine Übersicht, welche veganen Lokale Mahlzeiten zum Mitnehmen anbieten oder liefern und welche Geschäfte einen Online-Shop haben – manche sogar mit Online-Beratung! Von vielen Läden kannst du außerdem Gutscheine kaufen und dann nach der Krise einlösen. So kannst du deine Lieblingsläden unterstützen und sogar neue Läden entdecken! Auch hier gilt: Bitte weitersagen und Werbung machen: Bewerte deine Lieblingsläden bei Facebook, bei den diversen Restaurant-Verzeichnissen und bei Google Maps.

Leser_innen-Briefe schreiben / Beiträge kommentieren. Hast du das schon mal gemacht? Beziehe Stellung, indem du z.B. auf den Zusammenhang von Tierkonsum/-ausbeutung und Corona hinweist. Aber da Tierleid und Ungerechtigkeiten in vielen Formen auftreten, gibt es auch viele andere Anlässe, darauf hinzuweisen. Falls dieses Feld neu für dich ist, gibt es hier Tipps.

Petitionen. Petitionen initiieren oder online zeichnen und teilen war auch schon vor Covid-19 möglich.  Hier findest du Petitionen von den Tierrechtsorganisationen Albert-Schweitzer-Stiftung, Ärzte gegen Tierversuche, Animal Equality, PETA, ProVeg und dem Tierschutzbüro.

Bildung und Fortbildung

Ausbildung. Eine Ausbildung zum/zur Ernährungsberater_in gibt es von verschieden Anbieter_innen auch online.

Bücher und Blogs. Vielleicht hast du endlich Zeit zum Lesen und dich z. B. über die Buchneuerscheinungen 2020 rund um den Veganismus zu informieren? Bei roots of compassion gibt es eine große Auswahl an Büchern zu Tierrechten und -befreiung.

Filme. Welche Filme wolltest du schon immer mal sehen? PETA hat eine Liste erstellt, welche Filme du online sehen kannst. Auch die Mediatheken von arte, ZDF & Co bieten spannende und informative Dokumentationen zu Themen Umwelt, Tierhaltung, Klimawandel u.v.m.

Online-Demos. Unser Berlin-Vegan-Kalender informiert dich, welche Demonstrationen in nächster Zeit virtuell stattfinden. In der Vorbereitung des Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April läuft zum Beispiel eine Fotokampagne zum Mitmachen über die soziale Medien.

Erfährst du von einer Aktion oder planst selber eine, die noch nicht in unserem Kalender ist, lass es uns bitte wissen!

Online-Kochkurse. Was hast du lange nicht gekocht oder dich bisher noch nicht getraut zu backen? Jetzt ist die Gelegenheit. Auf Facebook gibt es z. B. täglich eine Kochshow und auf YouTube findest du mit dem Suchbegriff “vegane Rezepte” oder “vegan recipes” genug zum Nachkochen und -backen. Tipp: Ergänze deine Suche mit einem Land und schon geht der kulinarische Urlaub los. Nach dem Mahl heißt es dann: Weitersagen! Fotos mit Story über Soziale Netzwerke teilen und später für (nicht-vegane) Freund_innen kochen.

Die kostenpflichtige Vegan-Masterclass bietet verschiedene Abo-Modelle an.

Webinare. Über Webcam und Mikrofon sind wir verbunden – nicht nur mit unseren Freund_innen, sondern auch mit anderen Aktiven. Kostenlos oder gegen Gebühr gibt es eine große Auswahl an Webinaren auf Facebook, YouTube, Vimeo, udemy u.v.m.. Aktuelle Webinare auf Englisch gibt es u. a. von der Animal Resistance University, von Amazing Vegan Outreach und von CEVA (Center for Effective Vegan Advocacy).

DRAUSSEN

Spaziergänge alleine oder zu zweit sind weiterhin erlaubt. Diese kannst du gleichzeitig für ein kleines Bisschen Aktivismus nutzen.

Blühwiesen säen. Jetzt ist die beste Jahreszeit, um Blühwiesen für Insekten zu säen. Im Kleinen geht das auch auf dem Balkon. Bio-Saatgut, vegane Erde und veganen Dünger gibt es per Versand von TerreUnity und in Geschäften auf unserer Einkaufen-Karte, Pflanzen gibt es im Nirgendwo.

Kreide-Graffiti malen. Wann hast du das letzte Mal gezeichnet? Versuche dich doch doch mal als Kreide-Graffiti Künstler_in! Kreide gibt es in vielen Drogeriemärkten zu kaufen. Inspiration findest du im Internet. Kreide ist üblicherweise vegan, kann aber schädliche Stoffe beinhalten. Achte also beim Kauf auf ein ökologisches Produkt, oder mach sie selber.

Laufen. Du entdeckst gerade, dass laufen deine neue Leidenschaft wird? Auch hier kannst du Flagge zeigen mit einem T-Shirt z. B. von den Vegan Runners, die sich über Zulauf freuen. Die monatlichen gemeinsamen Läufe von Laufen gegen Leiden sind aktuell durch Solo-Läufe in virtueller Verbundenheit ersetzt.

Nistkästen & Insektenhotels bauen. Du kannst auch Nistkästen für Vögel, Vogeltränken und Habitate für Insekten bauen (die Baumärkte haben geöffnet). Auf der Webseite von PETA findest du hierzu Anleitungen.

Tauben füttern. Für viele Tiere bedeutet die geringere Präsenz von Menschen Erholung. Für andere ist sie lebensbedrohlich. So für Tauben in unseren Städten, die von versehentlich und absichtlich weggeworfenem Essen von Menschen leben. Weitere Informationen zum Füttern von Tauben bekommst du von ARIWA und beim Verein Berliner Stadttauben.

Fehlt was? Hast Du weitere Ideen? Schreib uns gerne an redaktion@berlin-vegan.de

Bleib gesund und aktiv!