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Air France-KLM profitiert von millionenfachem Tierleid – wir zeigen den Zusammenhang

Im Rahmen der europaweiten Stop-Vivisection-Kampagne riefen Berlin-Vegan und die Berliner Tierbefreiungsaktion (BerTA) zur Teilnahme am Aktionswochenende gegen die „Versuchstier“transporte von Air France-KLM am 6. und 7. Juli 2013 auf. Es begann mit unserer Aktion am Samstagmittag vor der französischen Botschaft am Pariser Platz.

Mit Unterstützung der BerTA, des Deutschen Tierschutzbüros, von PETA, dem VEBU und mit vielen Aktiven protestierten wir am Samstag vor der Kulisse des Brandenburger Tors gegen den Transport von „Versuchstieren“ und forderten Air France-KLM auf, aus dem blutigen Geschäft mit der Tierversuchsindustrie auszusteigen. Neben Bannern, Transparenten und Bildern aus Tierversuchslabors hatten wir zwei menschliche „Versuchstiere“ in Käfigen und Stahlketten mitgebracht, die in der heißen Sommersonne auf das Leid ihrer tierlichen Artgenossen in der „Versuchstierindustrie“ aufmerksam machten. Sie zogen die Blicke der Passant_innen auf sich und machten neugierig, und aller Aufmerksamkeit war unserer Kundgebung sicher: Was denn eine Fluggesellschaft mit Tierversuchen zu tun habe, fragten viele.

Wir klärten auf: Air France-KLM ist das weltweit größte Transportunternehmen für sogenannte „Versuchstiere“. Es transportiert Jahr für Jahr zehntausende Primaten aus Ostasien und Afrika in die Tierversuchslabore Europas und Nordamerikas. Manche davon sind Wildfänge, die in ihrer Heimat vor der Ausrottung stehen. Auch unzähligen Hunden, Katzen und Kleintieren wie Mäusen und Fröschen bereitet Air France-KLM als Taxi zur Hölle das Schicksal einer lebenslangen Gefangenschaft voller Leiden und Schmerzen bis zu einen grausamen Tod. Fluggesellschaften wie Air France-KLM sind das entscheidende Bindeglied zwischen den asiatischen und afrikanischen Tierhändler_innen und ihren Käufer_innen in Europa und den USA. Denn ohne die Dienste der Tiertransportunternehmen könnten die Vivisektor_innen einpacken!

In letzter Zeit entschieden sich viele Fluggesellschaften gegen die Lieferung von „Versuchstieren“ an die Pharma- und Forschungsindustrie, auch Lufthansa stoppte nach massiven Protesten den Handel mit Primaten, Hunden und Katzen. Zahlreiche andere Unternehmen beschlossen einen Transportstopp zumindest für Primaten. So ist Air France-KLM heute die letzte europäische und eine der letzten Airlines weltweit, die am Geschäft mit dem Transport von „Versuchstieren“ festhält. Sie ist damit, ohne selbst zu sezieren, eine der wichtigsten Verursacher_innen und Hauptprofiteurin dieser tausendfachen unnötigen Gewalt gegen andere Spezies und bildet mit ihren Flugzeugen die Schnellstraße zur Hölle für unzählige Lebewesen.

Aus vielen Gesprächen wussten wir bereits, dass zahlreiche Fluggäste von Air France-KLM entsetzt sind, wenn sie erfahren, welches Tierleid in den Frachträumen unter den bequemen Passagier_innensitzen verborgen ist und mit welch skrupellosen Geschäften Air France-KLM Geld verdient. Viele Menschen wissen nicht, welch entscheidende und schreckliche Rolle Fluggesellschaften wie Air France-KLM für das fortgesetzte Leiden in der Tierversuchsindustrie spielen. Aber wir machen Tierleid, Profitgier und Grausamkeit öffentlich. Wir fordern Air France-KLM auf, aus dem todbringenden und grausamen Geschäft auszusteigen, das der Transport von „Versuchstieren“ bedeutet, und mit diesem Ausstieg Millionen von Primaten und anderen Geschöpfen lebenslange Gefangenschaft und qualvolles Leiden und Sterben zu ersparen.

Denn Primaten und alle anderen „Versuchstiere“ sind Lebewesen wie wir, die Glück und Freude, Trauer und Schmerz empfinden. Sie alle haben das Recht, dass ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden, sie nicht ihrer Freiheit und Würde beraubt, gequält, gefoltert und im Interesse des Profits und einer zweifelhaften Forschung getötet werden. Niemand darf ihre Rechte mit Füßen treten! Niemand soll mit dem millionenfachen Tierleid der Tierversuchsindustrie Geschäfte machen!

Das war auch die Meinung fast aller Passant_innen, mit denen wir am Samstag auf dem Pariser Platz sprachen. Viele applaudierten, als Aktivist_innen den Text unserer Kundgebung vortrugen, fragten nach und baten uns um Informationen. Menschen aus Deutschland, Italien, Lateinamerika, Australien, Südafrika und vielen anderen Ländern sagten, dass sie Tierversuche als überflüssig und grausam empfinden und sprachen sich dafür aus, dass Tierversuche entweder ganz abgeschafft oder doch zumindest stark eingeschränkt werden sollten, bedankten sich bei uns für die Informationen und unsere Aktion.

Die Kampagne wurde am nächsten Tag mit weiteren Demonstrationen der BerTA und der Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg an gleich drei Standorten am Flughafen Tegel fortgeführt, zusammen mit zwei plüschigen Affen, einem kuscheligen Hund (den ein kleiner Junge am liebsten mitgenommen hätte) und natürlich Aktiven von Animal Equality, Berlin-Vegan und dem VEBU. Mit weißen Theatermasken, die die Gesichtslosigkeit der Tierversuchsindustrie und ihrer Profiteur_innen verdeutlichen sollten, machte die BerTA auf die Machenschaften der „Versuchstier“industrie und ihrer Handelspartner_innen aufmerksam. Auch hier gab es viele gute Gespräche und offene Ohren für unsere Informationen über Air France-KLM.

Vielen Dank an alle, die bei dem Aktionswochenende dabei waren, die Gesicht zeigen für die, deren Leid im Dunkeln liegt, die ihre Stimme erheben für die Stimmlosen und Gerechtigkeit fordern für alle Lebewesen!

Vivisektion Stop – Air France Boykott!