Mehrere neue, riesige Schweinefabriken nahe Berlin
Brisantes Filmmaterial und prominente Unterstützung soll die Wende bringen
Immer mehr Investoren entdecken Ostdeutschland als Paradies für Tierfabriken in bisher ungekanntem Ausmaß. Geplant sind Anlagen in Haßleben mit 85.000 Schweinen, in Allstedt mit 55.000 Schweinen, in Mahlwinkel mit 87.000 Schweinen und in Alt-Tellin soll die größte Schweinezucht Europas entstehen, in der jährlich 250.000 Ferkel erzeugt werden sollen.
Vor allem holländische Investoren werden durch Subventionen wie dem Solidarpakt II angelockt. In Holland selbst wurde bereits 2001 der Schweinebestand wegen zu hoher Belastung der Böden durch Gülle eingefroren. Verschiedene Bürgerinitiativen, Umwelt- und Tierschutzorganisationen wehren sich gegen die Pläne der Schweinefabrikanten und bekommen nun Unterstützung von prominenter Stelle.
Thomas Rühmann (ARD "In aller Freundschaft") engagiert sich ebenfalls gegen diese Mega-Tierfabriken und ließ sich am Samstag von der Organisation "die Tierfreunde e.V." solche Anlagen vor Ort zeigen. Ein ARD-Brisant-Team begleitete den beliebten Fernseharzt und die Tierfreunde, welche brisantes Filmmaterial an den Sender übergaben: Über Monate wurde das Innere der gigantischen Schweinefabriken in Ostdeutschland dokumentiert. Die Aufnahmen zeigen den grausamen Alltag, das Schicksal der einzelnen Tiere in den High-Tech Tierfabriken der Großinvestoren.
Das ARD-Magazin Brisant berichtete am 12.12.2006 über die Bestrebungen, gegen die Mega-Tierfabriken in Ostdeutschland vorzugehen und zeigte die Bilder aus dem Inneren dieser Anlagen. Mehr zum Thema unter www.die-tierfreunde.de
PRESSEMITTEILUNG von Mitte Feb. 2007
Boom der Schweinemasten in Ostdeutschland
Deutsches Tierschutzbüro stellt Videodokumentation vor
Neues Ekelfleisch nur eine Frage der Zeit?
In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt entstehen Mega-Schweinefabriken, teilweise mit mehr als 85.000 Schweinen pro Betrieb. Holländische Investoren kommen mit riesigen EU-Subventionen im Gepäck nach Deutschland. Dabei suchen die Investoren offensichtlich absichtlich Standorte, wo eine hohe Arbeitslosigkeit vorhanden ist. Mit dem Versprechen von Jobs versuchen die Investoren Einwände der Bevölkerung gegen mögliche Umweltschäden und Verletzungen von Tierschutzstandards zu unterbinden.
"Mastbetriebe mit bis zu 85.000 Schweinen, das kann nur in einer Katastrophe enden", so Thomas Wegteck vom Deutschen Tierschutzbüro in Bonn. Das Deutsche Tierschutzbüro hat in den vergangenen Jahren ständig im Bereich von Schweinezüchtern und -mästen recherchiert. "Dabei sind immer wieder Mega-Betriebe negativ aufgefallen. Von artgerechter Tierhaltung keine Spur, die hygienischen Zustände waren unter aller 'Sau' ", so Wegteck weiter.
Dabei geht das Deutsche Tierschutzbüro mit seinen Aktivisten einen eher ungewöhnlichen Weg. Es wird vor Ort in den Mastställen recherchiert und dies meist ohne das Wissen der verantwortlichen Betreiber. Nur so können sich die Aktivisten einen authentischen Eindruck der Tierhaltung verschaffen und aussagekräftige Bildaufnahmen erstellen.
In der aktuellen Videodokumentation "Schweinerei im Schweinestall" geht es nicht nur um die Haltung von Schweinen, sondern auch von Puten und Legehennen, die in Deutschlands Ställen ebenfalls überwiegend in Massen gehalten werden.
Vielleicht sollten sich die Befürworter der Mega-Schweinemastanlagen erst einmal die Videoaufnahmen von Thomas Wegteck ansehen, bevor man diesem Vorhaben zustimmt.
Diese Videodokumentation ist über das Deutsche Tierschutzbüro (Tel.: 0228-2999967) bzw. über die Website www.tierschutz-videos.de für einen Unkostenbeitrag von 12,99 € zu beziehen. Weitere authentische Dokumentationen sowie weitere Informationen vom Deutschen Tierschutzbüro finden sich ebenfalls unter der angegebenen Website.


