Unsere Fleischlust ist die unheilsame Vernetzung von Unvernunft und Zerstörung
Immer wieder aktuelle Fakten zu Ökologie, Krankheiten, riesiges Ausmaß an Tierausbeutung
Im Trend des "gesünder leben" ernähren sich immer mehr Leute vegetarisch und, noch sinnvoller, vegan. Studien, wonach beide Gruppen weniger an Herzkrankheiten und Krebs erkranken, gibt es genug. So macht sich die Menschheit heute sehr viele Gedanken über die Reinheit der Nahrung - vielleicht sollte die ethische Reinheit hier endlich einmal dazugehören...
Nachfolgend finden Sie eine lange Liste sehr interessanter statistischer Fakten von Anfang der 90er Jahre. Seitdem ist es leider nur noch schlimmer statt besser geworden und die Menschheit hat nicht viel dazugelernt, obwohl diese alarmierenden Zahlen schon damals Bände sprachen:
In den 80er Jahren verzehrten die Westeuropäer und Nordamerikaner 33% mehr Milchprodukte, 50% mehr Rindfleisch und 280% mehr Geflügel als zwischen 1900 und 1910!
Allein in den USA werden jährlich mehr Tiere für die Fleischerzeugung geschlachtet als die Welt Einwohner hat.
In Deutschland lassen täglich 50.000 Rinder und Schweine ihr Leben, dazu unzählige Fische, Hühner und andere Tiere.
Um die riesigen Futtermengen, die für die Mast der Schlachttiere notwendig sind, zu erzeugen, werden jährlich etliche Mio. Tonnen Pestizide verbraucht; genug, um die Weltbevölkerung umzubringen.
Anteil des von Masttieren verzehrten Getreides an der jährlichen Welternte: 49%
Anteil der von Masttieren verzehrten Sojabohnen an der jährlichen Welternte: 90%
Alle 2,3 Sekunden stirbt ein Kind auf der Erde an Unterernährung, täglich sind es 38.000.
Anzahl der Menschen, die 1991 an Unterernährung starben: 20 Millionen
Anzahl der Menschen, die mit den Futtermitteln (Getreide und Soja) ausreichend ernährt werden könnten, welche für die Fleisch- und Milchproduktion für einen westlichen Durchschnittskonsumenten notwendig sind: 7
Anzahl der Menschen, die ausreichend ernährt werden könnten, wenn Land, Wasser und Energie statt zur Fleischerzeugung für den Getreideanbau genutzt würden, wenn die Menschheit 10% weniger Fleisch essen würde: über 1 Milliarde
Menge an Getreide und Sojabohnen, die zur Erzeugung von 1 kg tierischer Nahrung notwendig sind bei:
- Rindfleisch: 16 kg
- Schweinefleisch: 6 kg
- Geflügel/Eier: 3-4 kg
Anzahl der Nährstoffe, die bei der Umwandlung von Getreide in Fleisch verlorengehen:
- Eiweiß: 90%
- Kohlenhydrate: 99%
- Faserstoffe: 100%
Menge essbarer Produkte, die auf einem Hektar Land erzeugt werden können:
- Kirschen: 1.000 kg
- grüne Bohnen: 2.000 kg
- Äpfel: 4.000 kg
- Karotten: 6.000 kg
- Kartoffeln: 8.000 kg
- Tomaten: 10.000 kg
- Sellerie: 12.000 kg
- Rindfleisch: 50 kg
Anteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche, die für die Tierhaltung und Tierfuttererzeugung gebraucht wird: 64%
Anteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche, die für die Erzeugung von Obst und Gemüse gebraucht wird: 2%
Kalorienverbrauch (durch fossile Brennstoffe), der zur Erzeugung von 1 Fleischeiweißkalorie nötig ist: 78 kcal
Kalorienverbrauch, der zur Erzeugung von 1 Sojabohneneiweißkalorie nötig ist: 2
Zerstörung der Regenwälder
Anzahl der Quadratmeter tropischen Regenwaldes, die für einen Hamburger geopfert werden: 5
Anteil der Zerstörung des tropischen Regenwaldes, der auf Kosten der Massentierhaltung geht: 90%
Der brasilianische Regenwald wird als die Lunge unseres Planeten bezeichnet. Konzerne, Banken und Versicherungsgesellschaften lassen ihn in großem Maßstab abholzen, auch die Weltbank finanziert natürlich kräftig mit. Zwar gibt es Gesetze, aber an die hält sich kaum jemand. Pflanzen und Tiere, deren Namen wir oft noch nicht einmal kennen, sterben mit den Wäldern aus. Man macht sich meist gar nicht mehr die Mühe, die edlen Tropenhölzer abzutransportieren, um daraus Möbel herzustellen. Hier geht es vor allem darum, Weideflächen für Vieh zu schaffen, denn Brasilien weist einen der größten Rinderbestände der Welt auf. So nimmt die Verwüstung ihren Lauf und Wiederaufforstung ist kaum möglich, weil der fruchtbare Boden dazu viel zu dünn ist. In ein paar Jahren wird ihn der tropische Regen weggeschwemmt haben. Aus den umfassenden Brandrodungen steigt zudem Kohlendioxyd in die Atmosphäre auf und löst eine komplizierte Kettenreaktion aus, die mithilft, das Weltklima zu verändern. Die Vernichtung des Regenwaldes wird für die ganze Menschheit Folgen haben.
Doch wozu dient diese Zerstörung? Der größte Teil des brasilianischen Fleisches wird exportiert, und zwar hauptsächlich in jene Länder, die ohnehin an Überschüssen leiden. Deshalb wird es vorwiegend als Hunde- und Katzenfutter, Knochenmehl und Fleischextrakt verwendet, während die Armen des Landes hungern!
Im Osten Brasiliens gibt es riesige Sojafelder. Man kann sie als Schlachtfelder zwischen den Armen in der sog. 3. Welt und den Reichen in den Industriestaaten betrachten. Doch die Armen haben bereits verloren, denn sie wurden schon von dem Land vertrieben, auf dem nun Soja für das Vieh der reichen Staaten wächst. Während im fernen Europa Schweine, Rinder und Geflügel gemästet werden, begehen die Menschen hier Landflucht und enden in den Armutsvierteln der Großstädte. So führt Fleischüberproduktion zu Armut. Soja könnte die Menschen in Brasilien ernähren, aber es wird vollständig exportiert, um u.a. auch in Europa an das Vieh verfüttert zu werden. Dabei machen das große Geschäft nicht die Brasilianer, sondern eine Handvoll westlicher Konzerne. Und aus dem Westen kommen ebenfalls für Mrd. $ Düngemittel, die für die Felder unentbehrlich sind und gleichzeitig die Umwelt zerstören. Wenn man Wälder abholzt, um daraus Ackerland zu machen, hat man nach höchsten zwei Jahren weder Ackerland noch Wald mehr.
Die Grenze ist erreicht. In dem Moment, wo man Futter anbaut, das man hier an Hähnchen und Rinder verfüttert, um dann erst deren Fleisch zu essen (wobei es bei jeder Stufe der Nahrungskette wieder einen Verlust an Kohlenhydraten, Kalorien und Proteinen gibt), haben wir nur noch ein Zehntel von dem, was wir haben könnten, wenn wir die Pflanzen unmittelbar verwerten würden, z.B. bei dem oft sehr hochwertigem Eiweiss. Die Entwicklungsländer mögen von uns vielleicht 2 - 3 Milliarden Tonnen Eiweiss bekommen, doch wir holen aus ihnen 3 - 4 Milliarden Tonnen heraus, verfüttern es an unsere Tiere, um dann wiederum nur ein Zehntel davon zu essen. Doch wer von uns denkt schon darüber nach, dass unsere täglichen Essgewohnheit auch Konsequenzen für Menschen in der sog. 3. Welt haben?
Umweltverschmutzung
Produktion von Exkrementen der Masttiere der Massentierhaltung in den USA und in Westeuropa: 1.100 Tonnen pro Sekunde
Der Zusammenhang zwischen Gülle und Waldsterben ist hinreichend untersucht. Dabei wurde immer wieder festgestellt, dass verdunstende Gülle wesentlich mitschuldig am sauren Regen ist. Mit der Gülle verdunstet das darin befindliche Ammoniak. Mit dem Regen fällt es auf Blätter und Nadeln, wandelt sich in Säure um und schädigt so den Stoffwechsel und die Wurzeln (normalerweise reagiert Ammoniak basisch, doch in der Atmosphäre wandelt er sich durch Oxidation in Säure). Die Zellen werden nicht mehr richtig ernährt. Als Folge davon sterben die Bäume ab - je nach Art des Baumes der eine schneller und der andere langsamer.
Lebensgrundlage Wasser
Anteil der Wasserverschmutzung in Europa, die auf Kosten der Massentierhaltung geht: über 50%
Vom Gesamtwasserverbrauch in Westeuropa und Nordamerika entfällt auf die Massentierhaltung: über 50%
Wassermenge, die in Kalifornien zur Erzeugung von 1 kg Lebensmittel verbraucht wird:
- Tomaten: 138 l
- Kopfsalat: 138 l
- Kartoffeln: 150 l
- Weizen: 106 l
- Karotten: 198 l
- Äpfel: 40-60 l
- Orangen: 320 l
- Milch: 840 l
- Eier: 3.300 l
- Huhn: 4.950 l
- Schweinefleisch: 9.700 l
- Rindfleisch: 32.100 l
Untersuchungen zeigen, dass die Pflanzenkostproduktion 1.200 Liter Wasser pro Tag benötigt, um einen Menschen zu ernähren. Bei Gemischtkost von Tieren und Pflanzen hingeben, benötigt man 10.000 Liter pro Tag, um einen einzigen Menschen zu ernähren.
Das Nitrat aus der Massentierhaltung und der Landwirtschaft sickert ins Grundwasser und von dort in unser Trinkwasser. Die Wasserwerke haben große Probleme, da sie die Richtwerte oft nicht mehr einhalten können. Nitrat wirkt sich vor allem auf Säuglinge sehr schädlich aus, bei Kleinkindern kann es die roten Blutkörperchen schädigen und es steht in dem Verdacht, bei Erwachsenen Krebs zu erzeugen. Richtwerte können oft nicht mehr eingehalten werden.
Das Beispiel von Föhr ist niederschmetternd. Auf dieser idyllische Nordseeinsel gibt es keine Industrie, keine Abgase vergiften die Luft, kein Betrieb verschmutzt das Wasser. Dennoch nahm ein Kurgast eine Trinkwasserprobe und fand gesundheitsschädigende Nitratgehalte, die aus der Tierhaltung stammen. Es ist ein Irrtum zu glauben, Nitrat komme nur aus dem Kunstdünger, denn es ist auch in dem natürlichen Düngstoff (der Gülle) enthalten. Solange es noch solche Mengen an Vieh auf der Insel gibt, wird das Problem nicht gelöst werden können und das örtliche Wasserwerk wird immer wieder Gutscheine zum Bezug von Mineralwasser ausgeben müssen, damit Säuglinge nicht krank werden. Sogar das Mineralwasser ist schon betroffen, wie eine Analyse vieler Marken beweist. Von über 200 geprüften Mineralwässern fanden sich in einigen Marken so hohe Nitratwerte, dass sie die Grenzwerte für Trinkwasser überschritten. Also ist das Grundwasser, das man bis anhin unberührt glaubte, heute teilweise nitratbelastet. Auf lange Sicht sind gesundheitliche Folgen nicht auszuschließen. Das Nitrat wandelt sich in Nitrit um, und das Nitrit kann zusammen mit Eiweißbestandteilen aus der Nahrung zu den krebserregenden Nitrosaminen reagieren.
Gesund-/Krankheit
Häufigste Todesursachen in den USA und Westeuropa: Herz-Kreislauf-Krankheiten Zweithäufigste Todesursachen in den USA und Westeuropa: Krebs
Wahrscheinlichkeit für einen Tod durch Herzinfarkt bei Fleischessern: 50% Wahrscheinlichkeit für einen Tod durch Herzinfarkt bei Vegetariern: 15% Wahrscheinlichkeit für einen Tod durch Krebs bei Fleischessern: 24% Wahrscheinlichkeit für einen Tod durch Krebs bei Vegetariern: 8% Wahrscheinlichkeit für einen Tod durch Herzinfarkt und Krebs zusammen bei Veganern: unter 6%
Senkung der Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarktes durch Reduzierung des Verzehrs von Fleisch, Eiern und Milchprodukten um 10%: 9% Senkung der Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarktes durch Reduzierung des Verzehrs von Fleisch, Eiern und Milchprodukten um 50%: 45% Heilungsquote bei Neurodermitis durch tiereiweißfreie Rohkost und Naturheilverfahren: 80-100% Gesundheitszustand von Veganern nach Studien der National Academy of Sciences (USA): überragend
Prozentsatz der fleischessenden Mütter mit DDT (Insektizid) in ihrer Muttermilch: 97%
Prozentsatz vegetarisch lebender Mütter mit DDT in der Muttermilch: 8%
Prozentsatz vegan lebender Mütter mit DDT in der Muttermilch: 1,1%
Durchschnittliche Belastung der Muttermilch mit Umweltgiften bei "normalen" Müttern im Vergleich zu veganen Müttern: 35mal höher