Berlin-Vegan: Gentechnisch veränderte Lebensmittel - Über's Schwein in den Menschen

Gentechnisch veränderte Lebensmittel - Über's Schwein in den Menschen

Greenpeace hat bereits 1 Mio. (!) Unterschriften mit einer Petition gesammelt mit dem Wortlaut "Wir fordern, dass Produkte von Tieren, die mit genverändertem Futter ernährt wurden, gekennzeichnet werden müssen". Aneinander geklebt lassen sie sich mehrmals um das Gebäude der EU-Kommission in Brüssel herumwickeln, wie Greenpeace bereits in einer Aktion eindrucksvoll demonstrierte. Warten wir mal ab, ob dies die EU-PolitikerInnen ausnahmsweise einmal beeindruckt, auch wenn sie sonst auf die Stimme des Volkes nicht besonders viel geben.

Aus einem Bericht der taz vom 06.02.2007:

Die Umweltorganisation weist damit auf eine Lücke im Gesetz über die Kennzeichnungspflicht für genveränderte Lebensmittel hin. Wenn zum Beispiel Kühe mit genverändertem Mais gefüttert werden, muss weder das Fleisch noch die Milch einen entsprechenden Hinweis tragen. 90 % der in die EU importierten Gengetreide sind Mais und Soja, die als Tierfutter verwendet werden. 95 Prozent der Europäer selber entscheiden, ob sie genetisch manipulierte Nahrung zu sich nehmen oder nicht. 60 % möchten keine Eier von Hühnern essen, die mit Genmais gefüttert wurden, zeigen Umfragen.


Und ein Bericht dazu aus dem Stern vom 30.01.2007:

Die große Mehrheit der Deutschen verzehrt ungewollt gentechnisch veränderte Lebensmittel - etwa über Fleisch von Schweinen, die mit entsprechend verändertem Futter gemästet wurden. Bis zu 80 % der Tiernahrung ist Genfood. "Gentechnik auf dem Teller - nein danke!" Dieser Meinung sind laut Umfragen rund 80 % der in Deutschland lebenden Menschen. Deshalb zucken sie zurück, sobald ihnen Produkte mit Genfood-Kennzeichnung auffallen und deshalb werden diese in Deutschland auch so gut wie gar nicht angeboten. Konsumieren tun wir sie trotzdem - und das nicht, weil skrupellose Geschäftemacher uns betrügen. Nein, es sind keine kriminellen Machenschaften, die uns essen und trinken lassen, was wir nicht essen und trinken wollen, sondern die Nahrungskette: Kuh frisst Futter - Kuh gibt Milch - Milch wird verkauft. Dass das Futter gentechnisch verändert wurde - das steht nirgendwo. Darauf will Greepeace nun in breit angelegten Kampagne öffentlich aufmerksam machen.

Zwar müssen Futtermittel, die zu mindestens 0,9 % aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO) bestehen, seit April 2004 europaweit entsprechend gekennzeichnet werden. Die Transparenz für den Verbraucher endet allerdings, sobald dieses Futter im Trog liegt. Und das passiert hierzulande massenhaft und überall: Futtermittel enthalten häufig Rohstoffe aus gentechnisch veränderten Pflanzen, vor allem aus Soja, aber auch aus Mais, Raps oder Baumwolle. Auch die dem Futter beigemischten Zusatzstoffe und Enzyme werden mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. Es ist längst schon Alltag in deutschen Mastställen, dass Hühner, Puten und Schweine genmanipulierte Soja und Rinder gentechnisch veränderten Mais fressen. 


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03.02.07 13:56 Alter: 5 yrs
Kategorie: Ernährung Ernährung