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Selbstverständnis

Warum und wofür wir uns einsetzen

Zwischenmenschlich kämpft der Mensch in der Zivilisation um das Recht auf Leben und Unversehrtheit, sowohl physisch als auch psychisch, und bekämpft vermehrt das „Recht des Stärkeren“ als barbarische, längst überholte fehlgeleitete Ausprägung. Der brutale Umgang mit nichtmenschlichen Tieren ist derzeitiger Bestandteil im Leben des Großteils unserer Gesellschaft und ist seit Jahrtausenden Teil der (Un)Kultur, aber die kritischen Stimmen werden unaufhörlich immer zahlreicher!

Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.
Arthur Schopenhauer (1788-1860)

Unser Tierrechtsbündnis Berlin-Vegan ist nicht bereit, das vermeintliche „Recht des Stärkeren“ grundlos auf nichtmenschliche Tiere anzuwenden oder hinzunehmen, sondern setzt sich dafür ein, die Erkenntnisse einer zivilisierten Gesellschaft ethisch-moralisch wahrzunehmen und anzuwenden, um alles Leben nebst der Natur möglichst unbeschadet zu erhalten.

Wer wir sind und wer mitmachen kann

Unsere Gruppe besteht aus ca. 20 weiblichen und männlichen Personen, generationenübergreifend aus allen Altersgruppen (von 15-50 Jahre). Einige von uns leben schon viele Jahre lang vegan, andere erst seit Kurzem. Wir sprechen uns ausdrücklich für Tierrechte, Tierbefreiung, Erhalt der Natur sowie die vegane Lebensweise als Ausdruck und Notwendigkeit einer zivilisierten Gesellschaft aus.

Wir sind ein freies Netzwerk, heißen sämtliche Menschen willkommen und fordern sie auf mitzumachen, Tiere um ihrer selbst Willen zu respektieren und sich für sie weltanschauungsneutral einzusetzen. Tierfreundliche Argumentationen, die bestimmte Glaubenssätze voraussetzen oder nur Menschen eines bestimmten Glaubens ansprechen, verwenden wir nicht, weil wir den Gedanken der Tierrechte – wie auch der Menschenrechte – für universell gültig und begründbar halten. Um diesen Standpunkt transparenter zu machen, haben wir beschlossen, mit Wirkung ab dem November 2010 grundsätzlich keine Religionsgemeinschaften oder diesen zuzuordnende Gruppen an Aktionen von Berlin-Vegan mitwirken zu lassen. Wir sind weiterhin offen für religiös motivierte Menschen, die ihre vegane Lebensweise und ihr Eintreten für die Tiere weltanschauungsneutral begründen.

Ovo-lacto-vegetarisch lebende Menschen fordern wir ausdrücklich zur aktiven Mitarbeit auf, soweit sie die vegane Lebensweise unterstützen und anstreben sowie dem Tierrechtsgedanken gegenüber offen sind. Omnivor lebenden Menschen, die sich mit Veganismus/Vegetarismus auseinandersetzen möchten, geben wir gerne Informationen, beantworten Fragen und helfen, wo wir können. Die Mitarbeit ist freiwillig und unentgeltlich; ebenso werden keine Beiträge erhoben. Kosten für Material und Projekte tragen wir aus eigener Tasche.

Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, auch während der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und in der Pubertät.
ADA (American Dietetic Association), größte US-amerikanische Vereinigung von Ernährungsexperten

Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Homophobie sowie jede andere Formen der Diskriminierung lehnen wir selbstverständlich, genauso wie den Speziesismus, kategorisch ab!

Was wir tun und was wir vorhaben

  • Dazu beitragen, das unvorstellbare Leid und Morden an unseren tierischen Mitlebewesen durch Menschen endlich zu beenden.
  • Verantwortlichkeiten bei jedem selbst aufzuzeigen und mithelfen, die politische, konfessionelle und gesellschaftliche Legalisierung dieses Wahnsinns der Unterdrückung von Schwächeren zu stoppen.
  • Aktionen durchführen, Tierbefreiungen und die vegane Lebensweise in den öffentlichen Fokus setzen oder unmittelbar fördern.
  • Aktionen durchführen, die direkt einzelnen Tieren (inklusive Menschen) helfen.
  • Menschen für diese Zwecke zusammenführen.

Menschenwürdiges Leben verlangt auch Rücksicht auf die Tiere, verlangt, sie um ihrer selbst willen zu respektieren, sie möglichst ihr eigenes Leben leben und ihr wahres Selbst verwirklichen zu lassen.
Henry S. Salt (1851-1939)