Berlin-Vegan: Verbrechen in den Tötungsstationen in Ungarn

Verbrechen in den Tötungsstationen in Ungarn

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Tierschutzressort im Landwirtschaft und Landschaftsentwicklung, Dr. Pallos Laszlo
Umweltministerium, Dr. Fodor Gábor Umweltministerium
Ministerium für Landwirtschaft und Landschaftsentwicklung, Minister: Gráf József
Tierschutzressort im Landwirtschaftsministerium Dr. Süth Miklós
Beratungsgremium für Tierschutz, Dr.Berey Attila
Tierschutzkomite in der ungarischen Tierärztekammer
Dr. Lorászkó Gábor, Dr. Gerencsér Ferenc, Dr. Gráf Zoltán,


Sehr geehrte Damen und Herren in Ungarn,

wann hört endlich diese brutale Tötung der Tiere in Ungarn auf? Was ist eine Hundefängeranlage oder Tötungsstation, wo jährlich massenweise Hunde ermordet werden? Das ist eine Anlage, in denen Tiere, in der Regel Streunerhunde, für 2 Wochen aufbewahrt, die Hunde werden nur notdürftigst mit Futter und Wasser versorgt, mancherorts auch gar nicht, um nach Ablauf dieser Frist getötet zu werden. Der Begriff wird zumeist übersetzt mit "Hundefängeranlage" oder "Tötungsstation", obwohl dies im Sinne des ungarischen Gesetzgebers definitiv falsch ist. Von der Aufgabenstellung her wäre, zumindest nach ungarischer Rechtsauffassung, Anlagen zur Seuchenbekämpfung die korrekte Übersetzung.

Diese Aufgaben hat eine Tötungsstation zu erfüllen:

- alle streunenden Tiere, in der Regel Hunde, des jeweiligen Einzugsgebiets einzufangen (gefährden  Menschen, verbreiten Seuchen) und sie 2 Wochen in Quarantäne zu halten,

- tote Tiere von den Straßen einzusammeln (Seuchengefahr),bei Verdacht auf eine Seuche bei einem lebenden oder toten Tier, auch Haustieren (z.B. Rinder, Schweine, Geflügel, die im heimischen Stall aus ungeklärten Gründen verendet sind) die Behörden und den Amtstierarzt  zu verständigen, der das Tier obduzieren muss, um die Todesursache feststellen und zum Schutz der Bevölkerung Gegenmaßnahmen ergreifen zu können,

- regelmäßig Transporte der gesammelten toten bzw. getöteten Tieren eine Tierkörperbeseitigungsanstalt durchzuführen.

Die Bestimmung einer Hundefängeranlage oder Tötungsstation ist total irreführend. Dieses Elend in den Käfigreihen der Abdeckereien, die Todesangst in den Augen der Tiere, die bittenden Blicke, das verzweifelte Winseln, wenn jemand hinkommt, ist kaum zu ertragen! Die Hunde wissen genau, wo sie sind und was auf sie wartet.

So eine Anlage erfüllt die Aufgabe einer Quarantäne überhaupt nicht und damit entfällt seine  Berechtigung. Sofern es parallel zur Tötungsstation  noch ein Tierheim gibt, werden die Hunde ganz oder teilweise an das Tierheim übergeben, je nach Kapazität. Findet keine eigene Verwertung statt, werden die Hunde, sofern es keine Alternative gibt  mehr oder minder brutal ermordet. Getötet wird mit T61 (ohne Narkosemittel), was zu Atemlähmung und schrecklichen Krämpfen bis zum Tod führt, teilweise wird erschossen, aufgehängt oder erschlagen.

Die ungarischen Tierheime erhalten gar nichts. Sie werden von lokalen Tierschutzvereinen geleitet, die von Spendengeldern leben. Die Hauptgeldquelle ist ein Programm, welches es erlaubt, dass 1% der Einkommenssteuer an eine Tierschutzorganisation gespendet werden kann. Das deckt im Falle des Tierheims jedoch nur wenige der anfallenden Gesamtkosten ab und so nagen sie meistens am Hungertuch.

Unter diesen Umständen, dass der Staat pleite ist, die Menschen kein Geld für Kastrationen haben, und die Tiere sich unkontrolliert weitervermehren, sollte das Verbot von der ungarischen Tierärztekammer aufgehoben werden, der verbietet, ausländischen Tierärzten für Kastrationsprojekte in Ungarn  tätig zu werden.

Mit Erstaunen habe ich gehört, dass sich in dem letzten Jahr in Ungarn die Anzeigen wegen Tierquälerei verdoppelt haben (ca. 8000), kein einziger Täter wurde verurteilt! Gegen diese unhaltbaren Umstände kämpft ein kleines Tierheim in Tatabanya (http://tappancs.atw.hu), das momentan auch am "Hungertuch" nagt, und trotzdem setzt sich die Heimleiterin Zsigane Marosi Eva und Mitstreiter unermüdlich für die Tiere ein. Sie haben jetzt ein "Tierschutzpolizei" in Tatabanya gegründet.

Auch ich wünsche mir für die Tiere, dass bald in ganzen Ungarn diese positive Umwandlung stattfindet. Tierquälerei muss endlich auch bei Ihnen bestraft werden!. Ich protestiere gegen die Tötungsstationen und fordere, dass Tierheime gebaut und Tierschutz stattfinden soll.

Mit tierfreundlichen Grüßen,