Leserbrief zu Schweinegrippe und Massentierhaltung
Der Bauernverband hatte per Pressemitteilung dazu aufgerufen, das neue Virus bloß nicht "Schweinegrippe" zu nennen - er fürchtete Umsatzeinbußen. Auch wurde gleich erklärt, eine Übertragung durch Nahrung sei ausgeschlossen, denn Kochen tötet das Virus. Sie wissen scheinbar nicht, dass man Fleisch zuvor auch zubereiten muss - und dass sie selbst gelegentlich rohes Schweinemett verzehren.
Es ist eine Tatsache, dass am Schlachthof fast nur - minimal bis stark - geschädigte Schweinelungen zu finden sind. Die Ammoniakgase setzen den empfindlichen Atemwegsorganen zu - gerade bei Spaltenbodenhaltung. Es ist eine Tatsache, dass Grippe bei Schweinen weit verbreitet ist. Wird geimpft, treten die Symptome gering auf - doch Viren können trotzdem vorhanden sein, auch in der Gülle. Im betroffenen Gebiet der ersten Fälle in Mexiko gab es große Schweinemastanlagen und einen Güllesee, wie die New York Times berichtet. Anwohner klagten schon lange, dass diese ihnen Grippeerkrankungen bringen - es waren z. T. bis zu 60% der Menschen des Ortes infiziert!
Warum nur trauen sich nur so wenige Medien, diese Wahrheit zu publizieren?