Leserbrief zu völlig unnötiger Tötung eines jungen Fuchses
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Auszug aus dem Bericht der WAZ:
"Ein junger Fuchs verirrte sich am Montagabend in der Innenstadt von Oberhausen und konnte dort eingefangen werden. Original-Ton der Amtsveterinärin Frau Dr. Zintz, nachzulesen in der WAZ
Oberhausen:
Früher hätte sich so ein Tier niemals auch nur in die Vororte gewagt, doch inzwischen werden sie öfter in Stadtrandlagen gesichtet oder haben sich schon auf Orten wie Friedhöfen eingenistet, weil sie die Angstschwelle, die Scheu, verloren haben. Wir nennen das Kulturfolger.
Der Fuchs wird untersucht und muss dann, auch wenn er gesund ist, getötet werden. Das tut mir auch leid, aber es gibt keine Alternative. Setzen wir ihn aus, steht er morgen wieder im nächsten Eingang. Wir dürfen nicht vergessen, dass Füchse wilde Tiere sind".
Sehr geehrte Frau Dr. Zintz, sehr geehrter Herr Kiesendahl,
der von Ihnen getötete junge Fuchs, Frau Dr. Zintz, hat den tödlichen Fehler begangen, ein "Kulturfolger" zu sein. Er konnte nicht wissen, dass er in eine Unkultur geraten ist, die keine Hemmungen hat, ein gesundes junges Tier zu töten. Ich frage in dieser Totspritz- und Lebens-Wegwerfzeit von Tieren jetzt nicht nach dem Tierschutz-Gesetz, denn auch das ist in dieser Zeit nur noch Makulatur. Sie sollten sich allerdings fragen, warum Sie bei Ihrer Einstellung zum Tierleben überhaupt Tiermedizin studiert und nicht den Schlachterberuf erlernt haben.
Früher hätte ein Fuchs sich nicht in die Vororte gewagt. Stimmt! Doch früher wurden Füchse auch nicht so gnadenlos von den Hobby-Lodengrünen gejagt, und vor allem kannte man die wertvolle ökologische Aufgabe auch dieser Tiere. Früher waren Wald und Flur noch nicht so gift- und jägerverseucht wie heute. Die Lebensräume, oder was man überhaupt noch so nennen kann, werden für Wildtiere immer kleiner. Dafür wird die Naturentfremdung des Menschen immer größer. Nicht zu seinem Vorteil.
Füchse kommen nicht in die Städte, weil sie Menschen so lieben, was man ihnen bei den Charakteren der meisten Menschelein nicht verdenken kann, sondern weil sie auch bald nicht mehr wissen wohin. Im Unterschied zu Ihnen, Frau Dr., kann ein Fuchs sich nämlich nicht in den nächsten Flieger setzen und mal kurz woanders hin jetten.
Tierliebe wäre es gewesen, ihn wieder zurück in die ländliche Gegend zu bringen und an geeigneter Stelle auszusetzen. Doch das hätte ja Aufwand bedeutet! Und das wegen eines Fuchses?! Da bot das Abmurksen eine schnelle und billige Alternative. Es ist ja nur ein Fuchs. Kommt mir irgendwie bekannt vor. Ein Tierleben zählt nicht mehr in diesem Land.
Der Ruf von Amtveterinären bei Tierfreunden ist schon denkbar schlecht! Sie haben ihn nicht verbessert.
Gute Besserung!