Zoohandlungen bedeuten Tierquälerei !
horst.seehofer@bundestag.de, internetpost@bundeskanzlerin.de, angela.merkel@bundestag.de
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,Sehr geehrter Herr Minister Seehofer,Millionen Tierfreunde in Deutschland warten darauf, dass Tiere in Zoofachhandlungen vom Gesetzgeber geschützt werden. Das im Koalitionsvertrag der früheren rot-grünen Bundesregierung 1998 bereits niedergeschriebene, jedoch nicht verabschiedete Heimtierschutzgesetz könnte die Haltung von Tieren in Privathaushalten wesentlich verbessern, weil dem teilweise gedankenlosen oder aus einer Laune heraus stattfindenden Kauf von Tieren dadurch ein Riegel vorgeschoben wird. Darüber hinaus gibt es noch immer keine speziellen gesetzlichen Regelungen für den Verkauf von Tieren über den Zoohandel. Bedenkt man, dass jährlich Millionen Lebewesen über die Ladentheke in einem quasi „rechtsfreien Raum“ verkauft werden, kann man das immense Leid nur erahnen (in Deutschland werden ca. 23 Millionen Haustiere gehalten, davon stammt der Großteil aus Zootierfachhandlungen). Insbesondere bei exotischen Tieren können weder Zoofachhandlungen noch Tierbesitzer die hohen Anforderungen an die Haltung dieser empfindlichen Tiere erfüllen. Immer mehr Schlangen, Echsen, Vogelspinnen, Kaimane oder andere exotische Tierarten sind von Krankheit, Siechtum und Tod betroffen oder werden vom Halter „in die Freiheit“ entlassen, in der sie aufgrund des mitteleuropäischen Klimas nicht überleben. Skandalöse Umstände mit dem gesamten Handel dieser Tiere werden immer mehr publik.Auch ich fordere deshalb:1. Den Verkauf von Wildtieren in Zoohandlungen umgehend zu verbieten. 2. Das Heimtierschutzgesetz zu verabschieden.3. Gesetzliche Regelungen für den Verkauf von Tieren über Zoofachhandlungen zu erlassen.4. Sachkundenachweise und berufliche Ausbildung zur Grundlage zu machen, solange es kein Wildtierverkaufsverbot in Zootierfachhandlungen gibt.Mit tierfreundlichen Grüßen,