Tote Robbenpolitik in der EU!
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Werter Herr Kommissar Dimas,
die EU ist der größte Markt für Robbenprodukte. Dies ist einer der Hauptgründe für Jäger, ihre grausamen Tötungen fortzuführen. In den letzten vier Jahren wurden mehr als 1,5 Millionen Tiere getötet. Fast alle waren jünger als einen Monat. Die Argumente, wonach die Tötung von Robben Fischbestände schützt bzw. ein Verbot der Jagd die Existenzgrundlage der Jäger zerstört, sind völlig haltlos. In Neufundland, wo 90 % der Robbenjäger leben, ist weniger als 1 % der Bevölkerung in der Jagd beschäftigt. Diese macht auch bei ihnen nur einen kleinen Teil des Jahreseinkommens aus. Ein Großteil des Einkommens wird durch Fischerei erzielt. Der einzige Grund, warum das Töten bisher kein Ende gefunden hat, ist die Nachfrage nach Pelzen und anderen aus den Tieren gewonnene Produkte. Wie etwa Fleisch, Öle und Fette für die Kosmetikindustrie. Die Bevölkerung Kanadas hat sich bereits mehrheitlich gegen die Robbenjagd ausgesprochen. Die einzige wirkungsvolle Maßnahme ist daher ein EU-Einfuhrverbot für Produkte, die aus den getöteten Tieren hergestellt werden.
Sie haben sicher schon aussagekräftige Bilder von den Robbentötungen gesehen.Welcher Beweise bedürfen Sie noch? Ich denke, dass es nicht um ausstehende Beweise geht, weshalb sie untätig bleiben.
Was hier fehlt ist emotionale Intelligenz und Empathie. Ich bin entsetzt über den grausamen Umgang mit Tieren, auch hierzulande. Pastorales Gewäsch, Schönfärberei und der zeitschindende Ruf nach Beweisen helfen den Tieren nicht. Und Hilfe ist dann wohl auch nicht beabsichtigt, stattdessen findet man überall mörderische Profitgelüste!
Es mangelt an Menschen im besten Sinne des Wortes, an Menschen, die das menschengemachte Elend der Tiere erfassen und geeignete Maßnahmen zur Heranbildung humaner Menschen treffen.
Derzeit wähnt sich die westliche Gesellschaft hoch kultiviert, doch das wird sich als eitle Fehleinschätzung erweisen und fatale Rückwirkungen auf die menschliche Existenz haben.
Jäger und Schlächter sind empfindungsarme Menschen mit einem extrem gestörten Verhältnis zu sich selbst. Kein normaler Mensch kann vorsätzlich ein Tier töten, wenn es nicht unausweichbar ist. Deshalb kann man im Umkehrschluss sagen, dass Menschen, die das problemlos können, schwer verhaltensgestört sind und nach den Worten Konrad Lorenz, des großen Verhaltensforschers, dringend in psychiatrische Behandlung gehören, da sie aufgrund ihres Mangels an Empathie allgemeingefährlich sind.
Dass die Schlacht- und Jagdfabrik EU kein besonderes Interesse daran hat, den ausländischen Jägern und Schlächtern zu verbieten, die traurigen Überreste der grausam ermordeten Tiere hier zu Markte zu tragen, ist auch hinsichtlich der propagierten christlichen Werte selbstentlarvend.
Freundliche Grüße erspare ich mir, denn ich empfinde keine Freundlichkeit gegenüber Menschen, die bei menschenverursachtem Tierleid "Beweise" fordern, anstatt das jedem Normalen sichtbare Elend der Tiere und himmelschreiende Unrecht nach Kräften zu unterbinden.