Leserbrief zum Artikel "Die ersten Sauen haben abgeferkelt"
Artikel von Oliver Schwers im Uckermark Anzeiger vom 3.7.07,
schwedt-red(at)moz.de
Da stimme ich voll zu, besonders wenn ich die strahlenden Gesichter der Zweibeiner im Stall sehe, aus denen die Freude auf Profit lacht. Derks, der Investor, wird schon wissen, warum er sein dreckiges Geschäft in die Uckermark verlegt hat. In Holland ist der Boden für diese Tierqualprofiteure inzwischen zu heiß – Hollands Boden und Grundwasser wurde durch Mist und Gülle verseucht. Die Bewohnern von Blumberg müssen moralisch schon sehr abgestanden sein, wenn sie den Zuchtbetrieb und die damit verbundene extreme Tierqual wegen ein paar armseligen Arbeitsplätzen, die ihnen der Tierausbeuter bietet, begrüssen.
Warum sollten auch (ehemalige) Sozialisten die besseren Menschen sein? Gab es doch schon zu DDR-Zeiten riesige Tierqualkombinate. Gelegenheit macht Diebe, in der kapitalistischen Falle Tierqualprofiteure. Und das zeigt auch der Artikel, der mit keinem Wort auf die grauenvolle Behandlung der Tiere als bloße Ware in solchen Haltungssystemen eingeht. Die schwärmerisch-naive Rede ist nur von hochkarätiger Technik und Profit. Da mutet der Schlußsatz des Alten "Wir hatten immer Tiere im Dorf" makaber an. Die nahe Zukunft der Menschen wird noch makabrer werden. Die sogenannte Nutztierhaltung ist noch vor dem ganzen Transportwesen mit 18 % am drohenden Klimakollaps beteiligt.
Das Jahr 2018 ist das unumkehrbare Stichjahr, der Anfang vom Ende! Unsere ebenfalls ins gängige Profitwesen verstrickten Politiker schaffen nicht mehr als ungenügende Absichtserklärungen. Die Zeit läuft uns davon, weil zu viele Menschen weit davon entfernt sind begreifen zu wollen, was der Fleischwahnsinn schon jetzt für den Planeten Erde bedeutet. Stattdessen tanzen die fleischfressenden Narren von ihrem vermeintlichen Fortschritt vor Freude besoffen auf ihrem eigenen Grab, das sie allen Anderen gleich mitgeschaufelt haben!