Unglaublich: EU-Kommission verbot Dänemark mehr Tierschutz!
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Sehr geehrte EU-PolitikerInnen,
die EU-Kommission hat Dänemark im Januar 2006 untersagt, den Tierschutz bei Schlachttransporten auszudehnen. Mitgliedstaaten dürften keine Regelungen einführen, "die strenger als die in der Direktive festgelegten sind", ließ der stellv. EU-Kommissionsvorsitzende Günter Verheugen dazu wissen. Begründung: Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, müssten "klar festgelegte Kriterien in der ganzen Gemeinschaft gelten". Großartig, und wieder hat die Ausdehnung des Turbokapitalismus und die Unterstützung der Agrarindustrie deutlich Vorrang vor den grundlegendsten Bedürfnissen und Rechten der geschundenen Tiere!
Im Sommer vorletzten Jahres hatte das dänische Parlament Sonderregelungen erlassen, um den letzten Weg von "Schlacht"Tieren etwas weniger quälend zu machen. Die Transportzeiten durften höchstens acht Stunden pro Tag betragen. In der EU sind Transporte von 24 Stunden erlaubt, die in drei Etappen aufzuteilen sind. Auch wurden in Dänemark die mehrgeschossigen Transportfahrzeuge verboten, die EU-weit gestattet sind und in denen die Tiere durch die Fliehkraft noch stärker hin- und hergeworfen werden. Z.B. Schweine werden meist 3stöckig transportiert.
Mit ihrem Mahnbrief kam die EU-Kommission den dänischen Schweinezüchtern zur Hilfe, die den heimischen Tierschutz als Konkurrenznachteil ansehen und deshalb in Dänemark geklagt haben. Da die Öffentlichkeit beim Tierschutz sehr empfindlich reagiert, versuchte die dänische Regierung den Verheugen-Brief geheim zu halten - "aus Gründen der Sicherheit des Königreichs". Doch Mitglieder des EU-Parlaments spielten ihn dankenswerterweise den Medien zu, damit das Volk, das oft genug von den PolitikerInnen aller Ländern und natürlich auch der EU an der Nase herumgeführt wird, auch einmal zur Abwechslung die Wahrheit erfährt.
"Wie immer geht es bei der EU in erster Linie um schnöden Mammon", sieht sich Ditte Staun von der "Volksbewegung gegen die EU" bestätigt. Und fordert Kopenhagen auf, diesen Streit mit Brüssel bis zum EU-Gerichtshof durchzufechten. Dem kann ich nur vollkommen zustimmen. Am besten wäre es jedoch, alle PolitikerInnen, die dies zu verantworten haben, würden selbst einmal als "Fracht" in einem Tiertransporter einen ganzen Tag mitfahren, um ohne Wasser in qualvoller Enge stehend nach einem ohnehin schon qualvollen Leben in der Massentierhaltung und vor einem mit viel Angst verbundenen Tod im Schlachthof dieses einmal im eigenen Leib "erleben" zu können.
Bitte setzten Sie sich mit all Ihrer Macht für das Wohlergehen der sog. Nutztiere ein, denn Schweine, Rinder und Hühner werden mit Abstand am meisten gefoltert und ausgenutzt und dies findet so unendlich wenig Beachtung.
Mit tierfreundlichen, veganen Grüßen,