Berlin-Vegan: Tierqualen für den Leichenkonsum bei KFC

Tierqualen für den Leichenkonsum bei KFC

Niren Chaudhary
Geschäftsführer von Kentucky Fried Chicken Deutschland
Wanheimer Straße 49
40472 Düsseldorf

Angelika Abel-Hofmann
Michael Kainz
Geschäftsführer von KFC Austria
Gonzagagasse 19/4
1010 Wien

Christophe LéCureuil
Director Public AffairsYum! Restaurants International
Coremannstraat 34, B 7-8B
2600 Antwerp, Belgium

gaesteservice@kfc.de, yum@ecc-group.com, angelika.abel-hofmann@chicken.co.at, office@chicken.co.at, nr1@chicken.co.at, Christophe.LeCureuil@yum.com, office@menedetter-pr.at, michael.kainz@chicken.co.at, yum@pleon.com, Michaela.Feldmeier@pleon.com

 

Sehr geehrte GeschäftsführerInnen von Kentucky Fried Chicken,

über die Art von KFC, mit Hühnern umzugehen, bin ich schon sehr lange bestürzt. Dass auch Hühner fühlende Lebenwesen sind, haben Sie wohl immernoch nicht bemerkt und behandeln diese weiterhin wie einen emotionslosen Gegenstand.

Stellen Sie sich doch einmal vor, wie man sich fühlt, wenn man mit Tausenden anderer Individuen in dunklen, dreckigen Hallen eingepfercht ist, verdreckt von Exkrementen, die Augen und Lungen vom Ammoniak schmerzend. Stellen Sie sich vor, wie Ihre Knochen sich unter der Last des Übergewichts krümmen, verursacht durch Qualzucht. Und bis zu dem Tag, an dem Sie ins Schlachthaus gebracht werden, bekommst Sie keinen Atemzug frische Luft und sehen kein einziges Mal die Sonne. Dort schließlich hängt man Sie schließlich kopfüber in Metallbügel und schlitzt Ihnen die Kehle auf. Nun können Sie hoffentlich ein wenig nachempfinden, wie sich Millionen Hühner alljährlich wegen der skrupel- und verantwortungslosen Geschäftspolitik von Kentucky Fried Chicken fühlen.

Vor nunmehr mehr als vier Jahren versicherte die Muttergesellschaft von KFC gegenüber der großartigen Tierrechtsorganisation PETA, sie wolle in Sachen Tierschutz die "Latte höher legen". Doch KFC hat nicht annähernd genug getan, um das Leiden der Tiere wenigstens zu verringern, wenn Sie es schon nicht durch den „Verzicht“ auf den Verkauf von Tierleichenteilen namens Fleisch ganz abstellen werden. Weitreichende Tierschutzstandards müssen endlich auch in Ihrem offensichtlich sehr rückschrittlichen Unternehmen umgesetzt werden! Ihre Art, mit Hühnern umzugehen, diese nur als gefühllose Ware zur Profitmaximierung zu betrachten, finde ich einfach nur abscheulich und meine Worte können gar nicht massiv genug gewählt werden, um Ihnen meine Verachtung darüber mitzuteilen.

Bitte setzen Sie endlich weitreichende Tierschutzstandards um und stellen Sie Ihre Produktpalette am besten direkt auf komplett vegan um, denn dann müsste endlich kein einziges Tier mehr für Ihren Profit rücksichtslos gequält und ermordet werden! ie wäre es endlich mit dem Verkauf von mehr veganen, also rein pflanzlichen (und damit tierleidfreien und gesunden) Produkten über den Maiskolben und die Pommes Frites hinaus, z.B. das Ersetzen der Fleischstücke und Chicken Wings durch Sojaprodukte. Dies würde nicht nur die Tiere massiv, sondern auch die Körper Ihrer cholesterin- oder in sonstiger Hinsicht kranken Kundschaft sehr freuen.

Mit tierfreundlichen Grüßen,

 

Antwort von KFC von yum(at)pleon.com

Sehr geehrte Frau ...,

vielen Dank für Ihre Mail. Wir haben Ihre Beschwerde aufgenommen und möchten ihnen gerne im Folgenden einige Informationen geben. Wir können verstehen, dass Sie angesichts der Inhalte, die von PETA geschildert werden, verunsichert sind.

Die meisten der dort genannten Vorwürfe sind jedoch völlig haltlos. KFC betreibt keine eigene Geflügelzucht, sondern wir beziehen unsere Hühner von anerkannten Fachbetrieben aus Deutschland und den Niederlanden. Wie Sie sicher wissen, unterliegen die Betriebe hierzulande strengen Qualitätsanforderungen, die in regelmäßigen Abständen immer wieder von unabhängigen Gutachtern geprüft und kontrolliert werden.

Die Betriebe, von denen wir unsere Hühner bekommen, beliefern im übrigen auch den deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Das heißt, Sie kaufen bei uns die gleichen Hähnchen, die auch im Supermarkt angeboten werden.

KFC hat bereits vor einiger Zeit ein eigenes Welfare-Programm zum Schutz der Tiere ins Leben gerufen - dazu gehört beispielsweise auch, dass Hühner nicht mit Tiermehl gefüttert werden dürfen.

Für weitere Informationen und Details zu unserem Welfare Programm schauen Sie bitte auch auf die Website www.kfc.com.

Zusammengefasst kann man sagen:

KFC...
- betreibt keine eigene Geflügelzucht.
- hat nur Geflügellieferanten unter Vertrag, die den hohen gesetzlichen
Standards und Qualitätsanforderungen nachweislich gerecht werden.
- bezieht seine Hähnchen von Betrieben, die auch den deutschen
Lebensmitteleinzelhandel beliefern.
- führt bei den Zulieferern regelmäßig strenge Qualitäts- und Sicherheitskontrollen durch.
- bringt keine Hähnchen auf den Teller, die mit Tiermehl gefüttert werden.
- unterstützt und fördert die artgerechte Tierhaltung der Hühner mit einer eigenen Welfare-Richtlinie.

Wir hoffen, Ihre Befürchtungen angesichts der Vorwürfe von PETA zerstreut
zu haben.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Herzliche Grüße

Ihr KFC-Team

Pressebüro YUM! Brands
c/o Pleon Kohtes Klewes
Bahnstrasse 2
40212 Düsseldorf
Tel: 0211 95 41 2205
Fax: 0211 55 16 51

 

Werte Damen und Herren von KFC,

vielen Dank für Ihre Antwort zu meiner Beschwerde wg. der massiven Tierqual für Ihre Fleischprodukte. Ob Sie selbst die Tiere quälen oder die Quälerei bei anderen Unternehmen in Auftrag geben, ist doch relativ egal.

Die Qualitäts- und Tierschutzstandards für sogenannte Nutztiere reichen in allen Ländern dieser Erde längst nicht aus, um den Bedürfnissen der Tiere auch nur ansatzweise gerecht zu werden. Die Hühner, die jedes Jahr für KFC geschlachtet werden, werden so grausam behandelt, dass dies auf jeden Fall zu Verurteilungen wegen Tierquälerei führen würde, wenn es z.B. Hunde oder Katzen wären. Sie werden dermaßen überzüchtet und mit Medikamenten voll gestopft, um binnen nur 5 Wochen(!) ihr Schlachtgewicht zu erreichen, dass viele nach kurzer Zeit ihr übermäßiges Gewicht nicht mehr tragen können und ihre Beine verkrüppeln. Vielen wird der Hals aufgeschlitzt während sie noch bei Bewusstsein sind, wodurch sie noch lebend in die siedend heißen Entfederungsbecken geworfen und zu Tode gebrüht werden.

KFC steht bei uns wegen Tierquälerei auf der Schwarzen Liste. Wenn KFC-Mitarbeiter Katzen oder Hunde so wie ihre Hühner quälen würden, stünden sie wegen Tierquälerei vor Gericht und erhielten wahrscheinlich sogar mit Gefängnisstrafen.

PETAs internationale “Kentucky Fried Cruelty” Kampagne wird von einer wachsenden Zahl an Prominenten unterstützt, darunter der Dalai Lama, Sir Paul McCartney, Pamela Anderson, Bea Arthur, Dirk Bach und Reinhard Mey. Und dies lässt Sie alles kalt?

Mit tierfreundlichen Grüßen