Berlin-Vegan: Tierausbeutungsprodukt Federn bei Hugendubel

Tierausbeutungsprodukt Federn bei Hugendubel

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Werte Damen und Herren von Hugendubel, Coppenrath + Spiegelburg,

bei einem Besuch bei Hugendubel wurde vor einigen Wochen ein rosa eingefärbten Flaum entdeckt, der offensichtlich von einem Tier stammt und mit dem Spielwaren für Mädchen (Ohrschützer, kleine Handtaschen) verbrämt waren. Und der Flaum ist wirklich aus Echtfedern und nicht etwa künstlich, wie von Ihnen im Lieferkatalog angegeben. Abgesehen von der offensichtlichen Falschdeklaration frage ich mich nun ganz besorgt, warum Sie ausgerechnet kleine unbedarfte Mädchen in das dreckige Geschäft der Tierausbeutungsindustrie ziehen wollen - obwohl junge Mädchen besonders empfindsam für das Leid der Tiere sind.

Stellen Sie sich nur vor, wie enttäuscht die Kinder von Ihrer Marke wären und wie sich das auf die Zukunft Ihres Unternehmens auswirken würde. Es ist auch völlig gleichgültig von welchem Tier dieser Flaum stammt, denn es ist ethisch nicht zu rechtfertigen.Auch ich erwarte von Ihnen, dass Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst werden und die entsprechenden Artikel sofort zurücknehmen und auch für die Zukunft aus dem Sortiment streichen. In jedem Fall erwarte ich jedoch Ihre Stellungnahme.

Mit tierfreundlichen Grüßen,

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-------- Original-Nachricht --------Datum: Wed, 29 Nov 2006 10:35:22 +0000

Von: rensing(at)coppenrath.de

Betreff: Federboa

Sehr geehrte Frau x,

hier kommt eine Mail aus dem Coppenrath Verlag. Denn Sie hatten sich enttäuscht darüber geäußert, dass die Federboa einiger "Prinzessin Lillifee"-Artikeln aus echten Federn besteht und zeigen sich verwundert, dass wir das anders ausweisen.

Nach einem kurzen Blick in unseren Katalog muss ich aber feststellen, dass wir lediglich von FEDERBOA reden und keine Angaben zur Beschaffenheit machen. Aber dieses wird sicherlich sekundär sein. Vielmehr bedauern Sie, dass wir echte Federn verarbeiten. Hintergrund dafür ist, dass die handelsüblichen Federboas aus Vogelfedern stammen, die als Nebenprodukt aus einer "Tierproduktion" entstanden sind. Die Federn sind somit lediglich ein natürliches Nebenprodukt wie es zum Beispiel auch bei Daunen für Bettdecken der Fall ist.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Antwort ein wenig geholfen zu haben und verbleiben mit freundlichen Grüßen aus Münster

Tomas RensingPresse & Information

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Sehr geehrter Herr Rensing!

Haben Sie vielen Dank für Ihre Antwort.

Der auch bei Ihnen verbreitete Irrglauben über die Herkunft von Federn, wie sie für Bettdecken, Jacke und Schlafsäcke "verwendet" werden, schockiert mich wieder sehr. Hier ein Film über das wahrlich grausame Gänserupfen für Sie http://www.tierrechtsfilme.at/kurzfilme/gaenserupfen/gaenserupfen.htm

Sehen Sie sich den Film ruhig an und zeigen Sie ihn auch den verantwortlichen Vorgesetzten, damit Sie auch wissen, worum es hier WIRKLICH geht. Wenn die Federn nur ein Nebenprodukt wären, dann könnte man die Tiere ja vorher töten, aber sie sind eben KEIN Nebenprodukt. Die Tiere werden am Leben gelassen, auf dass man sie recht bald wieder rupfen kann.

Abgesehen davon handelt es sich aber bei den von Ihrer Firma verwendeten Federboas wahrscheinlich nicht um solche von Gänsen, weil sie verhältnismäßig lang sind. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie leidfreier gewonnen wurden. Deshalb bitte ich Sie, herauszufinden, von welchen Tieren sie stammen.

Ich bitte Sie im Namen der Tiere- sie selber können leider nicht für uns verständlich sprechen oder Ihnen schreiben- dafür zu sorgen, dass keine Produkte aus Quälerei für Ihre Firma mehr Verwendung finden, besonders nicht in Artikeln, die für junge Mädchen gedacht sind, die damit ganz bestimmt nicht einverstanden wären. Und erst recht nicht im Buchhandel, wo hoffentlich auch bald mal die Unsitte der Ledereinbände ein Ende findet, denn diese basieren genauso auf Tierleid.

Mit tierfreundlichen Grüßen