Tägliche Tierfolter in Uni Würzburg
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Sehr geehrte Damen und Herren der Wirtschaftsförderung, der Stadt Würzburg und der Mainpost,
ganz vehement unterstütze ich die Tierrechts-Petition „Keine weiteren Tierversuche in Würzburg"! 48.000 Tiere sterben in Würzburg jedes Jahr in Tierversuchen, es reicht! Würzburg ist eine Hochburg der tierexperimentellen Forschung und Lehre in Bayern, also ein Ort mit der größten Anzahl von Tierversuchen in Deutschland.
Auszug der Institute der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg, in denen Tierversuche durchgeführt und dokumentiert sind: Institut für Organische Chemie, Institut für Toxikologie, Klinik und Poliklinik für HNO-Krankheiten, Medizinische Fakultät, Neurologische Klinik
Für alle EU-Staaten besteht der gesetzliche Auftrag, Tierversuche zu begrenzen und durch tierversuchsfreie Forschung zu ersetzen. Tatsächlich wird jedoch in Würzburg in die Forschung mit Tierversuchen investiert. In WÜ-Grombühl entsteht gerade das Zentrum für Experimentelle Molekulare Medizin (ZEMM). Nicht nur ich halte dies für einen Rechtsbruch, da gegen Vorschriften der EU, des Tierschutzgesetzes sowie gegen das Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz verstoßen wird.
Die Baukosten (2001-2005) für das neue ZEMM der Universität Würzburg, in dem Genforschung an Mäusen betrieben werden soll, betragen 31 Mio. Euro und werden natürlich wiedermal aus öffentlichen Mitteln gedeckt: Gelder des BMBF, des bayerischen Wissenschaftsministeriums und der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die von Bund und Ländern finanziert wird.
Aus Mitteln der Europäischen Union erhielten deutsche und andere europäische Forschungsgruppen 2002 insgesamt mehr als 12 Mio. Euro allein für die Charakterisierung genetisch veränderter Mäuse. Tierversuchsfreie Methoden, wie zum Beispiel die Forschung mit Zellkulturen, bieten heute beachtliche Möglichkeiten, um menschliche Erkrankungen zu erforschen. Die tierversuchsfreie Forschung in Deutschland dagegen wird derzeit mit lediglich etwa 4 Mio. Euro pro Jahr staatlich unterstützt. Bei diesem ungleichen Voraussetzungen wundert es kaum, dass dieser Zweig der Forschung bislang ein Schattendasein führt.
Tierversuche sind Mittelaltermethoden! In vitro und Computersimulationen gehören die Zukunft und dies sollte an einem angeblichen Wissenschafts- und nicht Pseudowissenschaftsstandort wie Würzburg endlich favorisiert werden!
Mit tierfreundlichen Grüßen,