Ständiges Vogelmassaker bei ALDI-Zulieferer Sinnack
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Sehr geehrte Damen und Herren von ALDI Nord,
innerhalb weniger Stunden sind vor einigen Wochen auf dem Betriebsgelände Ihres Zuliefererbetriebes Sinnack in Bocholt wieder Dutzende Lach- und Silbermöwen von Jägern abgemetzelt worden. Vogelschützer, die die Jagd mit einer Videokamera dokumentiert haben, sprechen von einem regelrechten Massaker, bei dem die Schützen offenbar auch gegen Vorschriften des Landesjagdgesetzes verstoßen hätten. Viele Tiere wurden lediglich angeschossen und flatterten minutenlang schwerverletzt auf dem Boden herum. Anschließend wurden sie von den Jägern mit langen Knüppeln erschlagen. Die Kadaver der frisch erlegten Tiere hätten die Jäger zum Teil mit den Füßen vor sich her getreten, um sie als tote Lockvögel vor der Großbäckerei zu verteilen. Als Grund für die Abschüsse führt die Sinnack GmbH in einem Brief eine angebliche "Möwenplage auf unserem Betriebsgelände" an. Für diese brutale Art der "Schädlingsbekämpfung" kann man aber überhaupt kein Verständnis haben und das Problem ist sicherlich hausgemacht, denn vor der Fabrik werden riesige Mengen Backabfälle in offenen Containern gelagert, das lockt natürlich Vögel an. Offensichtlich will man keine geschlossenen Behälter anschaffen und schießt stattdessen lieber die angelockten Tiere.
Bereits am 03.02.2006 hat eine ähnliche Aktion auf dem Parkplatz der Sinnack-Werke stattgefunden, bei der etwa 80 Tiere geschossen wurden. Nächster Abschusstermin sollte Montag, der 27.11.2006, sein. Um gegen diese brutalen und tierquälerischen Massenabschüsse vorzugehen, hat das Komitee gegen den Vogelmord bei der Staatsanwaltschaft Münster Anzeige wegen Tierquälerei und Verstoß gegen das Landesjagdgesetz erstattet.
Mir ist ein großes Rätsel, wie Sie bei ALDI Nord diese tierschutzfeindlichen Praktiken ihres Zulieferers aus Bocholt hinnehmen und unterstützen können, indem Sinnack immer noch Ihr Zulieferer ist. Wenn die Leute kein Ei aus Quälerei haben wollen, können sie das auch für ihre Brötchen verlangen. Lassen Sie bitte nicht Ihren Ruf darunter leiden und trennen Sie sich augenblicklich von diesem unfassbaren Zuliefererbetrieb.
Mit tierfreundlichen Grüßen,