Sojamilch statt angeblicher Alpenmilch
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Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Milka,
wenn ich mir schon einmal die meist haarsträubend verdummenden Werbespots im Fernsehen und im Kino anschaue, kriege ich das blanke Grauen z.B. bei solchen komplett irreführenden Werbespots wie allen Ihrer Firma Milka. VerbraucherInnentäuschung nennt man so was wohl.
Alpenmilch? Da lachen ja die Kühe, wenn es ihnen nicht schon längst in den Massentierhaltungen vergangen wäre! Zart ist Ihre Schokolade, Zeit nehmen soll man sich dafür, und am besten das Hirn schon vorher komplett abschalten, nicht wahr? Wieviel Prozent Ihrer Milch kommt denn aus normaler Massentierhaltung statt von der grünen Alm? 90 %? Soviel sind es doch wohl mindestens, denn so hoch dürfte mittlerweile der Anteil an den Milcherzeugnissen insgesamt liegen, erst recht bei billiger Milch natürlich. Wo gibt es denn bitteschön noch vermeintlich "glückliche" Kühe, die auf Wiesen grasen können (aber dann, wenn sie nicht mehr rentabel sind, trotzdem brutal abgemetzelt werden)? Die meisten Kühe sehen die Sonne nur auf dem Weg zum Schlachthof und vorher kein einziges Mal!
Eine Kuh gibt auch natürlich nicht automatisch Milch. Sie bildet dieses Sekret einzig nach einer Schwangerschaft für ihr Kalb. Das Kalb wird der Mutter unmittelbar nach der Geburt oder in den ersten Lebenstagen entrissen. Es wird oft beobachtet, dass Mütter tagelang schreien, nachdem ihnen das Kalb weggenommen wurde. Die für die Rinder“mast“ bestimmten Kälber werden nach ca. elf Monaten geschlachtet. Für andere Tiere führt der Weg in die Kälber“mast“. Um große Mengen von „zartem, weißem Kalbfleisch“ zu erhalten, werden sie bei nahezu permanenter Dunkelheit isoliert in enge, kahle Holzverschläge (sog. Mastboxen) gesperrt, die kaum Bewegung zulassen. Ihnen wird ein Brei verabreicht, der weder Eisen noch Ballaststoffe enthält. So bleibt ihr Fleisch weiß, wenn sie nach 4-6 Monaten geschlachtet werden.
Mit 18-24 Monaten beginnt für eine sog. Milchkuh, die ihr Leben zumeist angekettet in einer Halle mit Spaltenböden ohne Wiese oder Sonnenlicht verbringen muss, ein Kreislauf von Schwangerschaft, Geburt und Laktation (Milchbildung). Da die Milchbildung nur in einem begrenzten Zeitraum nach der Geburt des Kalbes auftritt, wird die Kuh permanent mittels künstlicher Besamung schwanger gehalten. Für 6-7 Monate im Jahr wird sie 2-3mal täglich mit einer mechanischen Pumpe (leer)gemolken, während sie schwanger ist. Da solche Pumpen bei allen Kühen mit der gleichen Saugkraft arbeiten, kommt es oft zu schmerzhaften Entzündungen, da einige Tiere leichter Milch „geben“ als andere. Um die extremen Milcherträge zu erzielen (6.000 bis 10.000 Liter pro Jahr - das ist 10mal so viel wie ein Kalb benötigt, das von seiner Mutter gestillt wird), verfüttert die Milchindustrie hochkonzentriertes, mit Antibiotika und Hormonen versetztes Proteinfutter anstatt naturbelassenem Gras. Die viel zu hohe Milchbildung ist eine enorme gesundheitliche Belastung für die Kuh. Sobald ihre Milchbildung als zu gering angesehen oder sie durch Krankheit unfruchtbar wird, nimmt ihr die Milchindustrie noch das letzte, was ihr geblieben ist: ihr Leben! Die extrem gutmütigen, friedlichen und geduldigen Kühe, die ohne die Milchwirtschaft ca. 20 Jahre alt geworden wären, werden meist im Alter von 5-6 Jahren zum Schlachthof gebracht.
Aber für Sie und die Firma KRAFT insgesamt zählt sicherlich nur der Profit, Wahrheit und Ethik können da gerne hinten anstehen, nicht wahr? Da heben Sie sich leider nicht von den meisten anderen Firmen ab. Wie wäre es denn aber im Gegensatz mal zu einer Schokolade aus Sojamilch? Sojamilch ist gesund, schadet keinem Tier, liegt sehr im Trend und für die Vorteile muss nicht gelogen werden. Wäre dies nicht einmal ein tolles neues Konzept?
Mit tierfreundlichen Grüßen,