Berlin-Vegan: LeserInnenbrief an Emma zum Thema Sex/Kinder und Tierrechte

LeserInnenbrief an Emma zum Thema Sex/Kinder und Tierrechte

vom 07.02.2006

Vielen Dank für Ihre wundervolle Zeitschrift. JedeR hat ein Recht auf meine Meinung, weshalb ich diese nun gerne zum besten geben möchte ;):

Betrug, wie z.B. im VW-Skandal, darf sich keine einzige Frau, erst recht in keiner Ehe, gefallen lassen. Viel"weiberei" war viell. einmal in grauen Vorzeiten sinnvoll, da damals nur wenige Männer bei den Frauen anwesend waren aufgrund von ständigen Kriegen. Mal abgesehen davon, wie furchtbar dies alles für die Prostituierten, die meist alles andere als freiwillig mit ihren Kunden Sex haben, sein muss, sollte dies unter der Würde jeder Frau sein, sich von seinem Partner so etwas antun zu lassen. Jeden Tag gibt es in unserem Land 1,2 Mio. Bordellbesuche, das ist sehr erschreckend.

Kinder gebähren setzen fügt sich ebenfalls in das alte Rollenklischee ein und schafft damit auf jeden Fall finanzielle Abhängigkeit, sei es vom Kindsvater oder vom Staat. Mir war schon von frühestem Jugendalter an unbegreiflich, wie man heutzutage bei dieser Überbevölkerungssituation und den Verhältnissen auf diesem Planten noch Kinder in die Welt setzen kann und ich plädiere bedingungslos für einen Gebährstreik der Frauen! Dann auf jeden Fall lieber Adoption von Waisenkindern aus den Trikontstaaten, wenn frau unbedingt ein Kind haben möchte, um ein Leben zu retten. Die Weitergabe der Gene oder um etwas gegen das Alleinsein zu haben ist jedenfalls jeweils ein denkbar schlechter Grund.

Am besten war natürlich Ihr Tierrechtstitelthema in der letzten Ausgabe. Dieses wird totgeschwiegen ohne Ende, der Agrarlobby und den wegschauenden Billig-Wahn-KonsumentInnen sei Dank, dabei geht es dort jeden Tag milliardenfach weltweit um Leben und Tod. Ich bin mir sicher, dass Tiere noch viel sensibler als Menschen sind und sie körperliche Qualen deshalb noch viel schlimmer treffen, als wenn wir z.B. tagtäglich in einem kleinen Käfig hocken müssten. Wie verletzlich und ängstlich Tiere wie Kühe, Schweine, Hühner, Katzen etc. sind, merkt man bei jeder Begegnung mit diesen wundervollen Wesen. Leider haben Stadtmenschen diese Begegnungen heutzutage fast nicht mehr und kennen die Tiere nur abgepackt im Supermarkt. Veganismus ist die einzige tierleidfreie Lebensweise. Ich praktiziere diese bereits seit 4 Jahren, kaufe FairTrade und Bio, nutze ausschließlich einen alternativen Stromanbieter, fahre kein Auto, heize nie (stattdessen lieber viel anziehen :)) und habe nun endlich ein einigermaßen reines Gewissen, denn wir als VerbraucherInnen haben eine sehr große Macht, die wir bei jeder Gelegenheit nutzen müssen!