Keine grausame Lederproduktion mehr in Indien
ambassador@indianembassy.de, dcm@indianembassy.de, info@indianembassy.de, chancery@indianembassy.de, consular@indianembassy.de, commercial@indianembassy.de, culture@indianembassy.de, consular@cgifrankfurt.de, consul@cgimun.com, cgihh@aol.com, admn@cgifrankfurt.de, congendmun@t-online.de, consulcommerce@cgifrankfurt.de
Botschaft der Republik Indien
Frau Meera Shankar
Tiergartenstraße 17
107858 Berlin
Sehr geehrte Frau Botschafterin Shankar,
sehr geehrte Damen und Herren der indischen Botschaft und Konsulate in Dt.,
die weltweit größte Tierrechtsorganisation PeTA machte auch mich darauf aufmerksam, dass Tiere in Indien auf Schlachttransporten unverstellbare Leiden ertragen müssen. Soweit ich dies bei meiner Beschäftigung mit dem Hinduismus richtig verstanden habe, sind Rinder in Ihrer tollen Religion heilig, aber das interessiert wohl nicht mehr, sobald man mit den Kühen und Rindern reichlich Geld verdienen kann. In frauenrechtlerischer Sicht ist Ihr Land ja bereits sehr weit, bei der noch mehr unterdrücken Gruppe der Tiere jedoch leider noch im Mittelalter stehen geblieben!
Die grausame Lederproduktion findet auch und besonders bei Ihnen ohne irgendwelche Rücksicht auf die Tiere statt. Die LKWs, die zum Transport von Rindern und anderen Tieren dienen, werden um ein Vielfaches überladen. Dies kann dazu führen, dass die Tiere während der Fahrt ersticken, sich mit ihren Hörnern die Augen gegenseitig ausstechen oder sich einander tiefe blutende Wunden schlagen. Am Schlachthof angekommen sind viele Tiere bereits verletzt oder gar schon tot. Die Überlebenden werden an Seilen oder ihren Schwänzen rücksichtslos aus den Fahrzeugen gezerrt. Verletzte Tiere lässt man nach dem Entladen einfach liegen, andere Tiere fallen dann über ihre Körper oder müssen darüber steigen.
Indische Gesetze verbieten ausdrücklich das Schlagen, Treten und Zusammenpferchen der Tiere bei Transporten, das Überladen der Fahrzeuge, den Entzug von Wasser, den Verkauf misshandelter Tiere sowie ihre grausame Ermordung. Diese Vorschriften werden jedoch ständig eklatant missachtet. Dazu passt die Aussage Ihres großartigen Freiheitskämpfers Mahatma Gandhi:
»Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.«
Nach diesen Worten ist Ihre Nation zwar wirtschaftlich im Aufschwung, aber moralisch sehr im Niedergang. Ich bitte Sie deshalb, sich bei Ihrer Regierung in Neu-Dehli sehr dafür einzusetzen, dass zumindest die indischen Gesetze zum Schutz der Tiere bei Transporten endlich konsequent eingehalten und möglichst viel mehr verschärft werden. Mit Ihrem Einsatz kann Rindern und anderen Tieren sehr geholfen werden. Vielen Dank im voraus für Ihre Hilfe.
Mit tierfreundlichen Grüßen,