Hummer-Verkauf bei Metro
kontakt(at)metro24.de, julia.benedikt(at)metro.at
Sehr geehrte Frau Benedikt,
sehr geehrter Herr Grünewald,
im neuen Jahr 2007 bitte ich Sie, endlich keine Hummer mehr zu verkaufen. Wie Mahatma Ghandi (1869-1948) bereits sagte: "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt." Das gilt auch für die Größe eines Unternehmens.
Hummer werden aus den USA oder Kanada nach Deutschland importiert, da sie in Deutschland längst ausgerottet wurden. Nach dem Fang werden die Tiere in großen Fabriken auf Fließbändern nach Größe sortiert und mit zusammengebundenen Scheren einzeln in Metallboxen verpackt. In Kühlhäusern bleiben sie ohne Futter manchmal wochenlang aufgestapelt, bis sie in alle Welt verschickt werden. Ihr Leidensweg endet schließlich damit, dass sie lebend kopfüber in einen Topf mit kochendem Wasser geschmissen werden. Ihr Todeskampf dauert ein bis drei Minuten.
Nach Aussage des Luxusrestaurant-Kochs Bernhard Gössnitzer „ist es ein Märchen, dass ein Hummer, wenn er in siedend heißes Wasser geworfen wird, sofort stirbt. Meistens werden fünf Hummer auf einmal ins Wasser geworfen. Das kühlt das Wasser dementsprechend ab. Die Folter dauert so lange, bis das Wasser wieder heiß ist.“
Meine Anfrage lautet nun: können Sie sich vorstellen, 2006 endlich den Verkauf dieser Tiere einzustellen, um im Sinne des Tierschutzes mit gutem Beispiel voranzugehen? Der weitere Geschäftserfolg von METRO hängt nicht vom Hummerverkauf ab, aber unzählige Leben könnten gerettet werden und METRO könnte Tierschützer als neue Kunden begrüßen, sobald Sie sich zu einem Verkaufsstopp durchringen könnten!
Solange Sie Hummer verkaufen, werde ich nicht mehr bei METRO einkaufen, denn diese Tierquälerei möchte ich nicht unterstützen. Ich werde auch mein Umfeld über die Grausamkeiten bei METRO informieren.
In der Hoffnung auf eine baldige Antwort verbleibe ich
mit tierfreundlichen Grüßen