Berlin-Vegan: Annual Dolphin+ Whale Slaughter by Japan

Annual Dolphin+ Whale Slaughter by Japan

Prime Minister of Japan
Mr. Shinzo Abe
1-6-1 Nagata-cho
1 Chome Chiyoda-ku, Tokyo 100-8968 JAPAN

To all the world Japan Embassy

pr607@botschaft-japan.de, info@embjapan.at, embofjpn@ozemail.com.au, info@embjapan.at, bun1@amb-jpn.be, infocul@embassyjapancanada.org, infomofa@nttls.co.jp, info@embjapan.de, infosection@japan-embassy.no, info@emb-japan.nl, info@embjapan.org.uk, press@embjapan.org, info@botschaft-japan.de; emb.berlin@mfa.no
  

Dear Madams and Sirs of the Japanese Government,

I am outraged by the annual brutal slaughter of dolphins and whales that takes place by your nation in Japan and the Antarctic region. The images of bloody red water clearly show the world that Japan has little respect for the state of the world's oceans and for the conservation of the marine resources it claims to support.

In 2006, the Sea Shepherd Conservation Society flagship Farley Mowat departed from Melbourne, Australia, on an historic voyage to oppose the illegal slaughter of whales by your Japanese whaling fleet. The crew of 42 volunteers represented the nations of Canada, the United States, Great Britain, France, Germany, Sweden, Bermuda, Brazil, South Africa, New Zealand, and Australia.

The organization fulfilled its mission is to intervene against the whaling ships flying the flag of Japan and to expose the cruel and illegal slaughter of whales in the Southern Whale Sanctuary and plans to return there again this year. Sea Shepherd acts in accordance with the principles of the U.N. World Charter for Nature in opposing the commercial slaughter of whales that Japan pretends is a scientific research study.

Japan is in violation of the International Whaling Commission moratorium on commercial whaling. Japan is in violation of the Convention on International Trade of Endangered Species of Wild Flora and Fauna in targeting endangered fin whales this year and endangered humpback whales next year. Japan is violating the Southern Ocean Whale Sanctuary and the sovereignty of the Australia Antarctic Territory.

Sea Shepherd and I strongly oppose Japan's unilateral and aggressive slaughter of the great whales. I respectfully request that you order the Japanese fleet to not return to the Southern Oceans and to abide by the international conservation regulations that were designed to protect the whales.

The Sea Shepherd crew is prepared to block your deadly harpoons. I hope you are fully aware of the consequences that will occur should a Japanese harpoon strike one of the crew or if they are harmed in any way as they attempt to shield a whale from the deadly intent of your outlaw whalers.

Many scientific studies show that the oceans are in decline. We must take whatever actions are necessary to stop their over-exploitation and to protect the creatures that live in them. These dolphins do not belong to Japan. The status of the species of dolphins and whales that you kill are either endangered, threatened, or unknown.

Let the whales live. Please demonstrate compassion and please advise your countrymen on your killing ships that the whole world is watching as Sea Shepherd sails forth to intervene to save the gentle giants of the ocean from your cruel and rapacious slaughter. I demand that Japan permanently and immediately renounce and stop this slaughter.

Sincerely,

 

Von: "Botschaft von Japan" <pr607(at)botschaft-japan.de>
Betreff: Re: Gemetzel an Delfinen in Japan

Sehr geehrte xxx,

Ihren Protest gegen die Delfinjagd in Japan haben wir aufmerksam zur Kenntnis genommen. Bei der Botschaft sind eine Reihe ähnlicher Zuschriften eingegangen, weshalb ich die Position meines Landes in bezug auf diese Angelegenheit kurz darstellen möchte.

1. Zum Fang von Delfinen allgemein

In einigen Küstenregionen Japans (z.B. in Izu in der Präfektur Shizuoka, in Taichi in der Präfektur Wakayama und in Sanriku in der Präfektur Iwate) wird der Fang von Delfinen betrieben, weil in dieser Region traditionell der Brauch besteht, Delfinfleisch zu essen. Die Delfine sind eine der erneuerbaren Meeresressourcen und Japan betreibt den Fang dieser Tiere im Rahmen angemessener Kontrollmaßnahmen.

Ich möchte Ihnen gern den Hintergrund für das Bestehen dieser Tradition erläutern. In Japan kommt der Nutzung der Ressourcen des Meeres seit alters her große Bedeutung zu. Da das Land größtenteils aus Bergen besteht und landwirtschaftliche Nutzflächen nur begrenzt zur Verfügung stehen, spielte die Tierzucht traditionell eine sehr untergeordnete Rolle. Die Japaner sind daher für die Versorgung mit lebensnotwendigem tierischen Eiweiß in hohem Maße von Meeresprodukten abhängig, die in den Küstengewässern reichhaltig vorhanden sind. Dazu gehören seit langem auch Wale und Kleinwale einschließlich Delfine. Archäologische Funde belegen die Nutzung dieser Tiere in Japan seit mindestens 5000 Jahren. Im Gegensatz zum industriellen Walfang, wie ihn westliche Nationen früher betrieben (Bedarf an Walöl für industrielle Zwecke), wurden in Japan Wale und Delfine stets als Nahrungsmittel für Menschen gejagt.

Konkret werden in Japan die Delfinarten gegenwärtig in drei Kategorien eingeteilt: (1) Delfinarten, deren Fang streng verboten ist, (2) Delfinarten, über deren Bestand z.B. keine ausreichenden Informationen vorliegen, und bei denen deswegen vor einem Fang das Amt für Fischereiwesen der japanischen Regierung konsultiert werden muss sowie (3) Delfinarten, deren Fang aufgrund der gesetzlichen Vorschriften und innerhalb der festgelegten Quoten erlaubt ist.

Der Fang von Delfinen der letzten Kategorie darf allein mit Genehmigung des zuständigen Gouverneurs der Präfektur oder des regionalen Koordinierungsausschusses für Fischereiwesen durchgeführt werden und es bestehen hierfür genau festgelegte Quoten. Die Überwachung dieser Quoten erfolgt durch Beamte der Präfektur, die beim Anlanden des Fangs anwesend sind sowie z.B. die Lieferscheine für die örtlichen Fischmärkte prüfen. Nähert sich die jährliche Fangmenge der festgelegten Quote, wird der Fang per Verordnung gestoppt.

Die Festlegung der jährlichen Quoten geschieht entsprechend den Untersuchungsergebnissen von Zählungen nach visuellem Verfahren, die jährlich durchgeführt werden; die Quoten entsprechen je nach Delfinart ca. ein bis fünf Prozent des geschätzten Bestandes. Die Zählungen nach visuellem Verfahren orientieren sich an den Methoden, die das Wissenschaftliche Komitee der IWC anwendet. Konkret wurde in diesem Jahr für Kleinwale (einschließlich Delfinarten) eine Quote von insgesamt 21.120 Exemplaren festgelegt. Die Zahl der tatsächlich gefangenen Exemplare liegt in der Regel unter diesem Wert. Sie belief sich für 2002 auf 18.212 und für 2003 auf 16.927.

Delfine, die als unbeabsichtigter Beifang in Netze geraten oder an Küsten stranden, sollen nicht gefangen werden, sondern sind entsprechend einer Anweisung der japanischen Regierung ins offene Meer zurückzuführen. Konkret betreibt die Regierung im Rahmen des Programms „Save the marine mammal“ Aufklärungsarbeit über Rettungsmethoden für Delfine und leistet einen Zuschuss zu den durch die Rettung entstandenen Kosten. Insgesamt werden hierfür Finanzmittel in Höhe von zwanzig Millionen Yen (ca. 160.000 Euro) pro Jahr aufgewendet.

Werden Kleinwale gefangen, für die keine Quoten bestehen, so werden gegen den betreffenden Fischer Maßnahmen aufgrund der bestehenden Verordnungen ergriffen wie z.B. ein Fischereiverbot für einen bestimmten Zeitraum. Weitere Strafen können verhängt werden.

2. Zur Verbesserung der Tötungsmethoden

Ich verstehe, dass die angewandten Tötungsmethoden als grausam bezeichnet werden. Auch die japanische Regierung ist der Auffassung, dass nicht nur bei Delfinen, sondern beim notwendigen Töten aller Tiere ein unnötig langes Leiden vermieden werden sollte. Deshalb bemühen sich die Fischer, die für das Töten der Delfine erforderliche Zeitspanne so kurz wie möglich zu halten. Zugleich hat das Amt für Fischereiwesen Experten ins Aus­land entsandt, um alternative Fang- und Tötungsmethoden zu entwickeln und einzuführen. Über diese effizienteren Methoden werden die Fischer nun unterrichtet.

Ich hoffe, dass meine Ausführungen den Sachverhalt ein wenig erhellen konnten.

Mit freundlichen Grüßen

Takashi TERAOKA
1. Botschaftssekretär
Abteilung für Kultur und Öffentlichkeitsarbeit


Sehr geehrte Damen und Herren der Japanischen Botschaft und des Konsulats,

jedes Jahr von Oktober bis April werden in Japan etwa 20.000 Delfine auf unvorstellbar grausame Weise abgeschlachtet. Das ist die brutalste und weltweit größte Massenabschlachtung dieser großartigen und intelligenten Individuen in der Welt. Die Fischer sagen, dass die Delfine zu viele Fische essen und sie die „Konkurrenz“ beseitigen möchten. Stattdessen sind die Fischer mit ihrer unsäglichen Überfischung der Meere und ihrer unersättlichen Profitgier selbst Schuld an den Zuständen in den Meeren.

Aber wenn Tokio den Fischern keine Genehmigung erteilen würde, müssten die Fischer die Delfinjagd sofort einstellen. Ich möchte Ihnen unmissverständlich zu verstehen geben, dass diese Delfinabschlachtungen die ganze Welt empören.

Ihre japanische Regierung muss endlich die wichtige Botschaft verstehen: STOPP DEN DELFINSCHLACHTUNGEN. Beenden Sie endlich alle Tierqualen, für die Ihr Land traurigerweise sehr berühmt ist.

Mit tierfreundlichen Grüßen,