An div. Zeitungen zu Billig-Mentalität der VerbraucherInnen hinsichtlich des Fleischkonsums
vom 08.12.2005
Die neuerlich immer wieder ans Tageslicht kommenden "Gammelfleisch"skandale sind nur die Spitze des Eisberges und werden durch die ständige Gier der VerbraucherInnen nach Billigtierprodukten geradezu herausgefordert. Darunter leiden nicht nur die Tiere in den Massentierhaltungen unter brutalsten Zuständen, sondern natürlich auch vermehrt die Gesundheit der KonsumentInnen.
Die Parallelen z.B. zu Salmonellen in Eiern oder dem BSE-Skandal aufgrund des Verfütterns von Tiermehl an eigentlich rein pflanzlich lebende Rinder aus Kostenersparnisgründen sind unübersehbar und trotzdem wurde scheinbar noch nichts daraus gelernt. Mitleid ist nicht mit den Fleischkonsumenten angebracht, sondern vor allem mit den Tieren, die Opfer dieser täglichen Menschentyrannei in den sog. Mastbetrieben und den Schlachthöfen sind.
Verbraucherminister Seehofer hielt am 08.12.2005 eine Pressekonferenz zu diesem Thema ab, in dem er vom Treffen mit der deutschen Fleischbranche berichtete. Er sagte, die Vorkommnisse seien nicht tolerierbar und es werde alles unternommen, damit dies nicht mehr vorkommt, u.a. durch bessere und zusätzliche Kontrollen. Er sprach von der "ethischen Verantwortung der Wirtschaft" betreffend der Sicherheit für den Verbraucher, aber was ist mit der ethischen und moralischen Verantwortung gegenüber den geschundenen Tieren? Diese wurde natürlich wieder einmal mit keinem einzigen Wort erwähnt.
JedeR VerbraucherIn muss sich endlich über die eigenen Kauf- und Essgewohnheiten klar werden und ein Umdenken hin zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln vollziehen bzw. im Fall der Tierprodukte auf ein veganes, also rein pflanzliches, Leben hinzielen, denn nur dieses ist ethisch und den Tieren gegenüber vertretbar.