Berlin-Vegan: Wird Sinn Leffers auch endlich kaninchenpelzfrei?

Wird Sinn Leffers auch endlich kaninchenpelzfrei?

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SinnLeffers GmbH
Batheyer Str. 115 - 117
58099 Hagen-Bathey
Tel. 02331 - 620 - 0
Fax 02331 - 620 - 100
Geschäftsführung: Herr Adrian Patrick Feller, Herr Karsten Oberheide

Sehr geehrte MitarbeiterInnen bei SinnLeffers in den Filialen und im Vorstand,

auch Ihr Unternehmen will ab kommender Herbst-Winter-Saison endlich komplett und hoffentlich für immer pelzfrei sein, was aber auch unbedingt den Stopp des Verkaufs von Kaninchenfell mit einschließen muss! Erst dann kann Ihre Firma von uns VerbraucherInnen als wirklich pelzfrei angesehen werden!

Wer der Mär der Modewelt glaubt, dass diese Tiere "ohnehin gegessen werden" und ihr Fell dadurch ruhig verarbeitet werden kann, geht einer Fehlinformation auf dem Leim! Denn "Mastkaninchen" und "Pelzkaninchen" entsprechen nicht derselben Zuchtlinie. In der industriellen Tiernutzung werden für jedes Tierleidprodukt – ob Fleisch, Eier, Milch oder eben Fell – grundsätzlich die Arten bevorzugt, die genau das am besten erfüllen, was man von ihnen möchte, und den meisten Profit pro Tier bedeuten. Natürlich geht diese Einstellung zur Tierzucht auf Kosten der Tiere, die dann z.B. viel Fleisch, aber kein dichtes Fell oder ein schönes weißes Fell haben, aber bei Albino-Züchtungen häufig taub geboren werden.

Diese Mär vom "politisch korrekten Kaninchenfell", in das man sich mit gutem Gewissen hüllen darf, kann überdies genauso wenig so formuliert werden wie auch eine Legebatterie als "korrekt" bezeichnet werden kann. Denn "Pelzkaninchen" werden nicht im Freiland liebevoll großgezogen, sondern müssen in sogenannten "Kaninchenbatterien" dahinvegetieren. Diese beengte Haltung auf Drahtgitter und demnach Kaninchenfell kann man also unter keinen Umständen als "politisch korrekt" und Tierausbeutung insgesamt erst recht nicht als "ethisch korrekt" empfinden.

In den Betrieben werden die Tiere in engen, niedrigen Käfigen auf Metall- oder Kunststoffrosten gehalten - meist ohne Einstreu. Dabei treten Verletzungen der Pfoten auf. Durch den Bewegungsmangel verkrümmt sich bei vielen Kaninchen die Wirbelsäule. Durch die beengte, reizarme Haltung kommt es zu Kannibalismus und Selbstverstümmelung. Bis zu 50% der Tiere sterben aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen und an Infektionskrankheiten, können ihren sehr intensiv vorhandenen Bewegungsdrang nicht ausleben, haben keine Möglichkeit zum Rückzug oder zum Graben.

Kaninchen leben in Gruppen mit enger sozialer Bindung. Das Revier einer Familiengruppe beträgt abhängig vom Futterangebot einige Hundert qm. Die Tiere graben ausgedehnte unterirdische Bauten mit weit verzweigten Röhrensystemen. Sie entwickeln eine stabile Rangordnung. Gruppenaktivitäten und Sozialkontakte wie gemeinsames Graben, gemeinsames Weiden, gegenseitige Körperpflege und Ruhen mit Körperkontakt nehmen einen großen Teil des Tages ein.

Der Verkauf von Kaninchenpelz kann nicht toleriert werden angesicht der vielen Individuen und der massiven Tierqual, die auch hinter dem Kaninchenfell steht! Somit bitte ich Ihre Unternehmensleitung und alle MitarbeiterInnen darum, auch Kaninchenpelze aus den Sinn Leffers-Regalen zu räumen bzw. sich dafür beim Vorstand einzusetzen!

Mit tierfreundlichen Grüßen