Importverbot Gänsestopfleber
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Herr Bundesminister Horst Seehofer
Bundesministerium für Verbraucherschutz,
Ernährung und Landwirtschaft
Wilhelmstr. 54
10117 Berlin
Telefax: 030/2006-4262 oder 01888-529-4262
Sehr geehrter Herr Minister Seehofer,
sehr geehrte Damen und Herren im Bundestag,
die Herstellung von Gänsestopflebern ist in unserem Land schon länger verboten, genauso wie in Großbritannien, Österreich, Polen, Dänemark, Finnland, Irland, Italien, Luxemburg, Holland, Tschechien, Schweden, Norwegen, Schweiz, Argentinien und Israel, der Import aus anderen Herstellerländern jedoch bei uns immer noch nicht. Dies muss sich schnellstmöglichst ändern!
Ein paar Restaurants sind immer noch so rückständig und führen tatsächlich im 21. Jh. noch Gänsestopfleber auf Ihren Speisekarten! Gänsestopfleber oder „Foie gras“ ist die kranke, verfettete Leber gequälter Gänse oder Enten. Bulgarien, Ungarn und besonders Frankreich sind die wichtigsten Stopfleberproduzenten. Deutschland ist der fünftgrößte Importeur und importiert jährlich etwa 121 Tonnen (!) Foie gras. Für die Foie gras-Produktion werden nur Erpel „verwendet“, folglich werden jedes Jahr mindestens 15 Mio. weiblicher Küken nach der Geburt „aussortiert“, vergast oder zerschreddert, genauso, wie dies bei der normalen Hühnereiproduktion mit den männlichen Hühnerküken passiert.
Die überwiegende Mehrzahl der „Produktionsstätten“ sind große Industriehallen, in denen gestresste Tiere eingepfercht und von Maschinen (Pressluft) oder von Hand „gestopft“ werden. Bei erwachsenen Vögeln werden zwei bis drei Wochen vor der Schlachtung in mehreren Portionen 900g Nahrung zugeführt. 500g Maisbrei, mit der eine Ente in 5 Sekunden gestopft wird, entsprechen 12-15 Kilogramm Spaghetti beim Menschen und das 2-3 mal täglich innerhalb von 5 Sekunden.
Neben geplatzten Mägen, Asphyxie, Lebererkrankungen sowie Milz- und Nierenschäden weisen die Tiere gequetschte und gebrochene Schnäbel sowie tumorartige Wucherungen im Schlund auf. Wenn die Tiere sich bewegungslos zum Sterben hinlegen, wissen die Produzenten, dass sie sie jetzt schlachten müssen, bevor diese an den Folgen des Stopfens verenden. Tausende Tiere sterben dennoch bevor sie geschlachtet werden (kopfüber in Bügeln aufgehängt und durch das Elektrobad gezogen).
Fotos: http://barrat.org/photos/stopgavage
Video: www.goveggie.de/rogermoore.phpBitte verabschieden Sie dazu baldmöglichst ein nationales Importverbot.
Mit tierfreundlichen Grüßen,