Berlin-Vegan: Geld für tierversuchsfreie Forschung statt für neue Versuchstieranstalten

Geld für tierversuchsfreie Forschung statt für neue Versuchstieranstalten

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die Adressen der PolitikerInnen im Bundesrat und -tag können Sie hier im Word-Dokument rauskopieren (ggfs. mit Schreibschutz zu öffnen)

Herr Bundesminister Horst Seehofer
Bundesministerium für Verbraucherschutz,
Ernährung und Landwirtschaft
Wilhelmstr. 54
10117 Berlin
Telefax: 030/2006-4262 oder 01888-529-4262

Werte Damen und Herren Regierende im Bund und den Ländern,
werter Herr Landwirtschaftsminister Seehofer,

Tierversuche werden in Deutschland Jahr für Jahr mit öffentlichen Geldern in Höhe von mehren Hundert Mio. € gefördert. In die tierversuchsfreie Forschung investiert die Bundesregierung dagegen nur Bruchteile dieser Summe. Dies muss sich endlich ändern, denn wir sind nicht mehr im Mittelalter, sondern mittlerweile im 21. Jahrhundert angekommen! Und dies haben auch die BürgerInnen registriert, wie die über 10.000 Unterschriften bei einer Bundestagspetition zu genau diesem Thema hier vor ein paar Wochen zeigen.

Der Tierschutz steht nun zwar im Grundgesetz, doch die Tierversuche steigen jährlich sogar noch an, auf mittlerweile wieder mehr als zwei Mio. Tiere! Einer der Gründe dafür ist, dass die tierversuchsfreie Forschung völlig ungenügend gefördert wird. Eine exakte Gesamtübersicht über die Höhe der finanziellen Zuschüsse für Tierversuche aus staatlichen Einrichtungen gibt es nicht. Die folgende unvollständige Auflistung vermittelt aber einen Eindruck von den Dimensionen, mit denen die Tierversuchsforschung finanziert wird:

Neu- oder Umbauten von Tierlaborgebäuden

Würzburg: 31 Millionen Euro
Mainz: 29 Millionen Euro
Erlangen: 25 Millionen Euro
Jena: 23 Millionen Euro
Bremen: 9,7 Millionen Euro
Mannheim: 8 Millionen Euro
Freiburg: 8 Millionen Euro
Ulm: 3,3 Millionen Euro
Bielefeld: 3,3 Millionen Euro

Dies alles wird aus öffentlichen Kassen, also mit Steuergeldern finanziert, obwohl die große Mehrheit der Bevölkerung Tierversuche eindeutig ablehnt! Die tierversuchsfreie Forschung dagegen wird derzeit mit lediglich etwa vier Mio. € pro Jahr staatlich unterstützt. Bei diesen ungleichen Voraussetzungen wundert es kaum, wenn dieser Zweig der Forschung bislang ein Schattendasein führt.

Von Ihnen, werte PolitikerInnen, muss endlich die Initiative ausgehen, um die staatliche Förderung tierversuchsfreier Forschungsmethoden durch Umverteilung der Gelder zu erhöhen. Die Wissenschaftler sind dann gefordert, verstärkt tierversuchsfreie Methoden zu entwickeln und einzusetzen.

Mit tierfreundlichen Grüßen,