Gänsestopfleber auf Ihrer Speisekarte
info@zumhirschen-fellbach.de, info@rolandsbogen.de, enjoy@nektar.de, info@waldhorn-bebenhausen.de, info@traube-tonbach.de, weinkatalog@poletto.de, info@fuerstenhof-celle.com, info@dollenberg.de, info@schwarzdasrestaurant.com, info@deidesheimerhof.de, info@suellberg-hamburg.de
Sehr geehrte Restaurant-MitarbeiterInnen,
mit Grauen habe ich gerade erfahren, dass Ihre Restaurants so rückständig sind und tatsächlich im 21. Jh. noch Gänsestopfleber auf Ihren Speisekarten führen! Es sollte eine Selbstverständlichkeit für Sie sein, dies sofort zu ändern und auf den Verkauf solcher unfassbaren Tierqualprodukte zu "verzichten"!
Gänsestopfleber oder „Foie gras“ ist die kranke, verfettete Leber gequälter Gänse oder Enten. In Deutschland ist die Stopfleberproduktion verboten, da die durch das Stopfen verursachte Tierquälerei nicht mit dem deutschen Tierschutzgesetz vereinbar ist. Auch in Großbritannien, Österreich, Polen, Dänemark, Finnland, Irland, Italien, Luxemburg, Holland, Tschechien, Schweden, Norwegen, Schweiz, Argentinien und Israel ist die Produktion längst verboten.
Bulgarien, Ungarn und besonders Frankreich sind die wichtigsten Stopfleberproduzenten. Deutschland ist der fünftgrößte Importeur und importiert jährlich etwa 121 Tonnen (!) Foie gras. Für die Foie gras-Produktion werden nur Erpel „verwendet“, folglich werden jedes Jahr mindestens 15 Mio. weiblicher Küken nach der Geburt „aussortiert“, vergast oder zerschreddert, genauso, wie dies bei der normalen Hühnereiproduktion mit den männlichen Hühnerküken passiert. Die überwiegende Mehrzahl der „Produktionsstätten“ sind große Industriehallen, in denen gestresste Tiere eingepfercht und von Maschinen (Pressluft) oder von Hand „gestopft“ werden. Bei erwachsenen Vögeln werden zwei bis drei Wochen vor der Schlachtung in mehreren Portionen 900 g Nahrung zugeführt. 500g Maisbrei, mit der eine Ente in 5 Sekunden gestopft wird, entsprechen 12-15 Kilogramm Spaghetti beim Menschen und das 2-3 mal täglich innerhalb von 5 Sekunden. Unfassbar, welche Abartigkeiten Sie unterstützen!
Neben geplatzten Mägen, Asphyxie, Lebererkrankungen sowie Milz- und Nierenschäden weisen die Tiere gequetschte und gebrochene Schnäbel sowie tumorartige Wucherungen im Schlund auf. Wenn die Tiere sich bewegungslos zum Sterben hinlegen, wissen die Produzenten, dass sie sie jetzt schlachten müssen, bevor diese an den Folgen des Stopfens verenden. Tausende Tiere sterben dennoch bevor sie geschlachtet werden (kopfüber in Bügeln aufgehängt und durch das Elektrobad gezogen).
Fotos: http://barrat.org/photos/stopgavag
Video: http://www.goveggie.de/rogermoore.php
Ich hoffe, diese harten Fakten werden Sie endlich zu einem Umdenken bewegen. Dies würde nicht nur mich, sondern vor allem die bezaubernden beteiligten Tiere sehr freuen.
Wie wäre es mit dem Verkauf von mehr veganen, also rein pflanzlichen (und damit tierleidfreien und gesunden) Produkten, z.B. das Ersetzen der Fleischstücke und Chicken Wings durch Soja- oder Seitanprodukte. Dies würde nicht nur die Tiere massiv, sondern auch Ihre cholesterin- oder in sonstiger Hinsicht geplagte Kundschaft sehr freuen.
Mit tierfreundlichen Grüßen,