Berlin-Vegan: Deklarationspflicht Echtpelze

Deklarationspflicht Echtpelze

poststelle@bmvel.bund.de, horst.seehofer@bundestag.de, matthias.berninger@wk.bundestag.de, poststelle@fli.bund.de, poststelle@bvl.bund.de, seehofer@bvl.bund.de, pressestelle@bmvel.bund.de, horst.seehofer@bundestag.de, info@horst-seehofer.de, 321@bmelv.bund.de

alle weiteren Bundestagsabgeordneten können Sie hier im Word-Dokument rauskopieren (ggfs. mit Schreibschutz öffnen)

Herr Bundesminister Horst Seehofer
Bundesministerium für Verbraucherschutz,Ernährung und Landwirtschaft
Wilhelmstr. 54
10117 Berlin
Telefax: 030/2006-4262 oder 01888-529-4262


Sehr geehrter Herr Seehofer,
sehr geehrte Damen und Herren im Bundestag,

die freiwillige Pelz-Kennzeichnung der Pelzindustrie ist längst gescheitert, deshalb fordere auch ich zusammen mit Tierrechtsvereinen und Verbraucherverbänden eine sofortige Deklarationspflicht aller Pelzprodukte, um keine weitere Verbrauchertäuschung zu begehen.

Der Agrarausschuss des Bundesrates hat die Bundesregierung einstimmig aufgefordert, sich für ein EU-weites Importverbot von asiatischen Hunde- und Katzenfellen sowie die Einführung einer Deklarationspflicht für Felle und Pelze mit klaren Angaben über die verwendete Tierart einzusetzen. Dieser Beschluss belegt, dass die bisherige Etikettierungspraxis für Pelzmode unzureichend ist. Auch ich spreche mich für eine sehr zeitnahe Umsetzung einer derartige Kennzeichnungspflicht aus.

Die Entschließung belegt, was ohnehin klar ist, dass sich Verbraucher nicht auf freiwillige Initiativen und Beteuerungen der Pelzbranche verlassen können. Noch im Dez. 2005 behauptete das Deutsche PelzInstitut, dass Hunde- und Katzenfelle nur für den asiatischen Markt produziert würden und nicht nach Europa kämen. Stattdessen bemängeln auch die Bundesländer, dass die unter extrem grausamen Bedingungen gewonnenen Felle von Hunden und Katzen Bestandteil zahlreicher, auch in die EU eingeführter Produkte, sind. Solche Pelzartikel werden im Handel mit Phantasienamen wie Feh oder Gaewolf und inhaltsleeren Deklarationen wie 100 % Echtpelz angeboten oder sie weisen überhaupt keine Produktinformation auf. Verbraucher haben deshalb keine Chance, derartige Waren zu erkennen und zu meiden. Aus Tierschutzsicht ist natürlich jeder Pelz untragbar.

Auch ich fordere deshalb eine sofortige Pflicht zur genauen Kennzeichnung von Tierart und Herkunft für Produkte aus und mit Pelz! Auf dem Etikett sollten auch unbedingt Informationen zur Tierhaltung zu finden sein. Wer auf dem Etikett liest, dass ein Nerz auf einer Pelzfarm sein Leben in einem Drahtkäfig mit 0,3 m2 Fläche verbracht hat, wird über den Kauf eines Pelzproduktes zweimal nachdenken.

Mit tierfreundlichen Grüßen,