Australiens geheime Schande: Der Umgang mit Schafen
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Sehr geehrte Damen Botschafterinnen von Australien,
sehr geehrte Damen und Herren,
ein großer Teil des weltweiten Wollertrages, nämlich 30 %, kommt aus Ihrem Land Australien, in dem Schafe aus Profitgründen wegen des noch höheren Wollertrages durch Faltenzüchtung immernoch der grauenhaften Prozedur namens Mulesing unterzogen werden. Dabei schneiden ihnen die Farmer riesige Fleisch- und Hautfetzen von den Hinterteilen – und alles natürlich aus Kostengründen ohne Schmerzmittel.
Diese Art des verfrühten Scherens führt häufig dazu, dass Schafe qualvoll aufgrund von Exposition und Unterkühlung sterben. Es ist bezeichnend dafür, mit welcher Grausamkeit Australien seine 130 Mio. Schafe behandelt. Die australischen Farmer müssen sich außerdem vorwerfen lassen, verantwortlich zu sein für das Verursachen unvorstellbarer Schmerzen durch das sogenannte "Mulesing", einer Prozedur, bei der den Tieren riesige Hautfetzen ohne auch nur die geringste Betäubung vom Hinterteil geschnitten werden. Fotos und ein Videodavonsehen Sie aufRettet-die-Schafe.de
Lässt die Wollausbeute nach, werden die Schafe zu Zehntausenden auf von Krankheiten verseuchte Schiffe gepackt und in den Nahen Osten transportiert, nur um dann dort bei vollem Bewusstsein geschlachtet zu werden auf eine Art und Weise, die in Australien gesetzlich verboten wäre.
Die australische Wollindustrie wurde zwar von PETA bereits soweit unter Druck gesetzt, dass sie eine Krisensitzung abhielt, die in dem Versprechen resultierte, die grausame Praxis des Mulesing bis 2010 beenden zu wollen. Diese Ankündigung kommt fünfzehn Jahre, nachdem ein Unterkomitee des Senats bereits seine Abschaffung gefordert hat. Jedoch meinen abweichende Stimmen innerhalb der Wollindustrie, das Mulesing könne sofort abgeschafft werden, und da stimmt PETA voll zu in Anbetracht der bewiesenermaßen wirksamen Alternativen. PETA hat die Ankündigung daher als reine PR-Maßnahme verurteilt, die darauf abzielen soll, Einzelhändlern in Übersee erst einmal davon abzuhalten, Maßnahmen zu ergreifen.
Australiens 130 Mio. Schafe zahlen die Rechnung Ihrer Wollindustrie. Im Namen aller mitfühlenden Menschen und Tierschützer, darunter auch zahllose beunruhigte Australier, appelliere ich an Sie, Maßnahmen zu ergreifen, um Schafe vor den schlimmsten Fällen von Missbrauch, wie sie ihn derzeit erleiden, zu schützen. Bitte machen Sie Ihren Einfluss geltend, um ein Verbot des Mulesing zu erwirken und dem Lebendhandel ein Ende zu bereiten.
Schafe, die für Wolle gezüchtet werden, werden häufig verstümmelt oder kastriert – ebenfalls ohne Schmerzmittel. Man transportiert sie über Tausende von Kilometern bei extremer Witterung ohne wesentlichen Zugang zu Futter oder Wasser und schlachtet sie dann bei vollem Bewusstsein (Schächten). Es wäre wirklich schön, wenn den Farmern in Zukunft bis 1 Jahr Haft für Mulesing oder 30.000 AUS-Dollar Strafe drohen und dies auch konsequent durchgesetzt würde. Bitte setzen Sie sich dafür ein.
Ein Arbeiter an Bord der Cormo Express, ein Schiff, das fast zwei Monate lang auf See festsaß und mehr als 50.000 Schafe transportierte, legte furchtbares Zeugnis über die Zustände bei solchen Transporten ab: „Sterben Schafe […] und sie sind da draußen auf See, dann werfen sie sie einfach einen große Wäscherutsche runter in einen Fleischwolf…und dann werden sie einfach zerfetzt [..] und in unheimlich vielen Fällen sind die Schafe noch am Leben.“
Mit tierfreundlichen Grüßen,