Unkenntnis über Tauben führt zur Tierquälerei
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Verehrte Damen und Herren,
mit Erschrecken muß ich immer wieder die grassierende Ignoranz der Fakten über Tauben bemängeln, die sich quer duch alle Bevölkerungschichten und Berufsgruppen zu ziehen scheint.
Es ist mir unbegreiflich, warum immer wieder glatte Lügen über das Wesen der Tauben kolportiert und unüberprüft geglaubt werden. Nur so ist es zu verstehen, wenn das OLG Hamm in einer Entscheidung (AZ - 2 Ss OWi 836/06) zum Schluß kommt, daß Taubenfüttern von Kommunen verboten werden darf. Eiligst freut sich Ronald Gorny vom Berliner Kurier in seinem Artikel : "Endlich- Bußgeld fürs Taubenfüttern" vom 15. April 2007, (Artikel angehängt) um nocheinmal sämtliche Halb- und Unwahrheiten vom Stapel zu lassen, die so über Tauben im Umlauf sind.
Selbst Leute, die es eigentlich besser wissen müßten, wie zB. Herr Andreas Geisel, SPD, seines Zeichens Bezirksstadtrat für Umwelt und Gesundheit (daß ich nicht lache...) oder Bezirksstadtrat Marc Schulte aus Charlottenburg, sogar Daniel Buchholz, SPD, als Mitglied des Abgeordnetenhauses sind sich nicht zu schade, sich in Duckmäuserhaltung dem Diktat der Unwissenheit zu beugen und diese Entscheidungen zu beklatschen.
Insbesondere Herrn Buchholz möchte ich fragen, warum er der Meinung ist, etwa 50 000 Tauben paßten nicht ins Stadtbild einer 3-Millionen-Metropole. Wie soll man das verstehen? Machen diese 50 000 Tauben etwa mehr Dreck als die 3 Millionen Menschen oder vielleicht mehr Lärm als Autos, Flugzeuge, Straßenbahnen, S-Bahn, wie der Berliner Kurier herumposaunt? Auch die Rate der vom Gesundheitsamt n a c h w e i s b a r von Tauben auf Menscen übertragenen Krankheiten liegt bei NULL, Herr Gorny!
In diese unsägliche Riege haben sich (sicher neben einigen anderen auch) die Herren oder Damen Besch und Meyer von der ESG als Verwalter der fortimo Wohnungsbaugesellschaft (Tochter der Gehag) eingereiht, um tierlieben Menschen das Leben schwer zu machen.
Statt daß sich die hier angeschriebenen Herrschaften um die wahre Ursache des Tauben"problems" kümmern, nämlich die ständige Nachzucht von Tauben durch Brieftaubenzüchter, von denen kaum bekannt ist, daß sie Verlußtraten von etwa 50 % haben, bei entsprechender Entfernung der Wettflüge, die juristisch gesehen eine Tieraussetzung sind und somit strafbar, stürzt man sich auf diejenigen, die das größte Elend zu verhindern suchen.
Es erinnert mich sicherlich nicht ganz zu Unrecht an die Vorkommnisse zu Zeiten der Sklaverei oder der Judenverfolgung, als die Beschützer der Unterdrückten ebenso hart wie diese verfolgt wurden.
Die "Verluste" der Brieftaubenzüchter sterben teilweise unterwegs, oder erholen sich in den Städten. Selbstverständlich vermehren sie sich dort auch. Wer Tauben füttert, regt allerdings keine zusätzliche Vermehrung an. Im Gegenteil, er erhält die Bestände nachweislich gesund und erhöht die Chance auf Nachwuchsbegrenzung, wenn er die standorttreunen Tiere betreut. Wenn jedoch von Ihrer Seite ein Klima der Angst und Verfolgung geschaffen wird, so daß sich Taubenfütterer nicht an die Stadt wenden können, um Maßnahmen der Nachwuchsbegrenzung einleiten zu können, dann bleibt ihnen in den allermeisten Fällen nur, weiterzufüttern, was nicht nur ethisch-moralisch gesehen eine edle Tat ist, sondern auch die Arbeit und die Kosten beinhaltet, die normalerweise von genau den Kommunen zu tragen wären, die das Problem der massenhaften Nachzüchtung nicht in den Griff bekommen.
Ich fordere Sie deshalb auf, sich eingehend mit der Thematik zu befassen, um weiteres Elend zu verhindern. Bisher haben Sie sich nur durch unbegründete Entscheidungen bzw Klatschen zur falschen Zeit hervorgetan und damit selbst disqualifiziert.
Zur Einführung in die Thematik habe ich Ihnen einen hervorragenden Text des BV Menschen für Tierrechte, BAG Stadttauben, eingefügt.
Darüberhinaus erwarte ich zu dem vorgetragenen Sachverhalt und dessen zukünftiger Behandlung durch Sie Ihre Stellungnahme.
Hochachtungsvoll
------------------Z-I-T-A-T----------------------------------------------
Mutter Natur bringt von Hause aus keine Schädlinge hervor.
Alle Geschöpfe sind eingebettet und tun die ihnen zugedachte Arbeit im Kreislauf der Natur. Die Einteilung der Schöpfung in Schädlinge und Nützlinge erfolgt willkürlich durch Menschen, die diese Kreisläufe nicht verstanden haben. Wenn der Mensch aber als einziges Wesen der Erde, das mit Vernunft und Intelligenz ausgestattet sein soll, diese dazu mißbraucht, die wehrlosen Geschöpfe dieser Erde zu mißhandeln, zu töten und ihre Lebensräume zu vernichten, dann stellt sich die Frage nach dem w a h r e n Schädling.
-------------------Verfasser unbekannt-----------------------------------
Fakten zum Thema »Füttern der Stadttauben«
Quelle: http://www.tierrechte.de/p20003000x1007.html
Viele Kommunen suchen Lösungen für ihre »Stadttaubenprobleme«. Eine Bestandskontrolle der Population ist auch von Tierschutzseite wünschenswert. Leider sehen einige Kommunen in Fütterungsverboten das »Allheilmittel«. Behauptungen werden in den Raum gestellt, um Fütterungsverbote zu legitimieren. Pseudo-Tierschutzargumente (wie z.B. »Füttern schadet den Tauben«) führen an den tatsächlichen Problemen und Lösungen vorbei und sind Teil einer Hetzkampagne gegen Mensch und Tier. Wahr oder unwahr, richtig oder falsch? Vor dieser Frage stehen BürgerInnen angesichts der Propaganda mancher Kommunen.
BEHAUPTUNG 1
Die Fütterung ist Ursache der Vermehrung der Tauben und damit auch des Taubenproblems. Je mehr Nahrung den Tauben zur Verfügung steht, desto höher ist ihre Brutaktivität. Durch die Fütterung haben die Tiere mehr Zeit, ihren Fortpflanzungsaktivitäten nachzugehen.
CONTRA
Dieser Behauptung liegt die Annahme zu Grunde, daß Stadttauben Wildtiere sind und ihr Fortpflanzungsverhalten wie bei Wildtieren nach Jahreszeit und Nahrungsangebot gesteuert wird. Diese Annahme ist falsch und steht im Widerspruch zu allen wissenschaftlichen Erkenntnissen über Stadttauben. Stadttauben sind »verstädterte« Haustiere: Sie werden seit Jahrtausenden gezüchtet. Sie sind Haus-, Rasse- und Brieftauben sowie deren Nachkommen, gleichgültig ob in der 20ten Generation oder »frisch« zugeflogen.
Die Unterscheidung zwischen Haus- und Wildtier ist von großer Bedeutung, da ein erhöhtes Reproduktionsverhalten ein Haustiermerkmal ist. Aus diesem Haustierstatus resultiert das ganzjährige Fortpflanzungsverhalten, da die Domestikation (Haustierwerdung/Züchtung) eine genetische Veränderung zur Folge hat. In einer Studie stellte Dr. Daniel Haag-Wackernagel 1984 fest, daß hungernde Tauben im Gegensatz zu gefütterten Tauben die höchsten Werte an erfolgreich ausgebrüteten Eiern erzielten. Somit trägt nicht das Füttern zur Vermehrung der Tauben bei, sondern die Zucht durch den Menschen.
Wie in früheren Zeiten verbleiben auch heute erschöpfte und verirrte Rasse- und Brieftauben, im strengen Sinne also ausgesetzte Tiere, in den Städten, schließen sich den Stadttaubenschwärmen an und verpaaren sich mit ihnen. Das Stadttaubenproblem ist also eine vom Menschen verursachte Situation.
BEHAUPTUNG 2
Fütterungsverbote sind das wirksamste Mittel. Das Füttern der Tauben verhindert die Lösung des Problems.
CONTRA
Diese Behauptung geht wieder von der Falschannahme aus, daß die Vermehrung der Tauben vom Nahrungsangebot gesteuert wird. Hier werden ökologische Maßstäbe von Wildtieren auf Haustiere übertragen.
Eine Bestandskontrolle der Stadttauben kann nicht über Fütterungsverbote erfolgen. Nur ein Gesamtkonzept mit kontrollierten Futterstellen ermöglicht eine wirksame und tiergerechte Lösung. Durch die Fütterung können die Taubenschwärme kontrolliert und z.B. an Taubenschläge gebunden werden. Die Anbindung an Schläge, in denen durch Gelegeaustausch eine Geburtenkontrolle erfolgt, entspricht den Bedürfnissen der Tiere und entlastet zudem Hausbesitzer, da der Taubenkot in den Schlägen gesammelt werden kann.
Eine kontrollierte Fütterung ist auch die Voraussetzung zum Ausbringen eines Taubenhormons, da beim Ausbringen einer »Pille« eine kontrollierte Aufnahme gewährleistet sein muß. Dies ist nur über regelmäßige Fütterung möglich. Fütterung trägt nicht zur Vermehrung der Tauben bei, sondern zur Gesunderhaltung. Dies entspricht dem Ziel »eines gesunden Taubenstandes« der Kommunen. Parallelen zwischen »herrenlosen« Hauskatzen und »herrenlosen« Haustauben (Stadttauben) zeigen, daß eine Kontrolle des Nachwuchses erfolgen muß, aber ebenso eine Versorgung der Tiere.
BEHAUPTUNG 3
Das Füttern schadet den Tauben und verhindert eine natürliche Lebensweise der Tiere. Der Mensch macht sie dadurch abhängig.
CONTRA
Bei solcher Argumentation arbeiten Kommunen mit Pseudo-Tierschutzargumenten, um tierliebende Menschen davon abzuhalten, sich für Tiere einzusetzen. Durch die jahrhundertelange Bindung der Tauben an den Menschen sind sie in ihrem Nahrungserwerb vollkommen vom Menschen abhängig. Tauben wurden durch die Domestikation (Züchtung/Haustierwerdung) und nicht durch die Fütterung in den Städten vom Menschen abhängig gemacht.
Das Argument, Stadttauben könnten durch »Nicht-Füttern« zu einer natürlichen Lebensweise zurückfinden, ist aus biologischer Sicht unsinnig. Ein einmal domestiziertes Tier, das als Haustier vom Menschen abhängig gemacht wurde, läßt sich nicht in den genetischen Ursprungszustand zurückversetzen. »Stadttauben« entsprechen nicht mehr in vollem Umfang den Anforderungen der freien Wildbahn. Als gezüchtete Nachkommen der Felsentaube sind sie auf die Stadt als Lebensraum bzw. auf Gebäude als Felsenersatz angewiesen. Sie sind extrem standorttreu und haben nur einen eingeschränkten Bewegungsradius.
Da Stadttauben als reine Körnerfresser in den Städten nicht die für sie notwendige Nahrung finden, führt ein Nicht-Füttern dazu, daß die Tiere gezwungen sind, von den Abfällen der Menschen zu leben. Dies führt zu Gesundheitsschäden bei den Tieren, ebenso wie das Füttern von Brot und anderen Essensresten. Eine kontrollierte Fütterung mit artgerechtem Taubenfutter schadet den Tauben jedoch nicht - sie sind darauf angewiesen. Artgerechte Ernährung bedeutet vitaminreiches Körnerfutter und Sämereien (Weizen, Erbsen, Mais, Wicken, Kardisaat, Milocorn, Darisaat). Tauben, die ca. 12-15 Jahre alt werden können, erreichen durch die harten Lebensbedingungen (Hunger, dadurch geschwächte Krankheitsabwehr, permanente Verfolgung und Streß) in den Städten nur ein Alter von 2-3 Jahren.
BEHAUPTUNG 4
Durch das Füttern von Tauben schaden die Fütterer ihren Mitmenschen, weil die Tiere eine Gesundheitsgefährdung darstellen und ihr Kot die Gebäude zerstört.
CONTRA
Unabhängig davon, daß - wie oben erwähnt - nicht die Fütterung Ursache der Vermehrung ist, werden hier erneut Vorurteile über Gesundheitsgefährdung und Gebäudezerstörung durch Tauben propagiert. Es ist nachgewiesen, daß von Tauben keine größere Gesundheitsgefährdung als von anderen Tierarten ausgeht.
Taubenkot, dessen pH-Wert im neutralen bis schwach sauren Bereich liegt, ist ein ästhetisches und hygienisches Problem, aber im Gegensatz zu den Luftschadstoffen und dem daraus resultierenden sauren Regen, nicht die Ursache der Zerstörung vor allem historischer Gebäudesubstanz. Viele historische Objekte verfallen, an denen nie eine Taube gesessen hat.
Die Hetzkampagne gegen Tauben hat zur Folge, daß auch gegen Menschen, die sich für diese Tiere einsetzen, vorgegangen wird. Dies erfolgt durch Verhängung von Bußgeldern und nicht zuletzt durch Beleidigungen, ja teilweise tätliche Übergriffe. Hintergrund ist die Annahme, daß die »Taubenfreunde« durch das Füttern der Tauben indirekt auch ihre Mitbürger schädigen. In Anbetracht der Fakten ist es absurd, daß Front gegen Menschen gemacht wird, die die Verantwortung für unsere Stadttauben erkennen und übernehmen. Diese »Fütterer« stellen im Rahmen eines Gesamtkonzeptes zur Bestandskontrolle der Taubenpopulationen ein großes Potential an ehrenamtlicher Unterstützung und Mitarbeit dar.
FAZIT
Fütterungsverbote lösen keine Probleme, sondern führen zu Hetzjagden auf Mensch und Tier. Sie schaden den Tieren und den Menschen. Fütterungsverbote sind ein verordneter Hungertod und verstoßen gegen das Tierschutzgesetz.
Autorin: Elli Heß (Bundesarbeitsgruppe Stadttauben)
-----------Der oberpeinliche Artikel aus dem Berliner Kurier---------------
Endlich!
Bußgeld fürs Taubenfüttern
Wer's trotzdem tut, soll bald bis zu 20 Euro zahlen
R. GORNY
Berlin - Sie verbreiten Krankheiten, reißen mit ihrem nervtötenden Gurren frühmorgens Menschen aus dem Schlaf und hinterlassen überall ihren ekligen Kot: die rund 50 000 Tauben in der Stadt. Doch jetzt gibt es Hoffnung: Wer sie füttert, könnte schon bald ein Bußgeld kassieren.
Endlich besteht Klarheit, gibt es keinen Rechtsstreit mehr darüber. Das Oberlandesgericht Hamm (AZ - 2 Ss OWi 836/06) hat entschieden: Kommunen können ein allgemeines Taubenfütterungs-Verbot erlassen. Wer diesen Tieren dennoch etwas zu essen gibt, kann mit einer Geldbuße in Höhe von 20 Euro belegt werden. Berlins SPD-Umwelt- und Tierschutz-Experte Daniel Buchholz will nun handeln. "Wir werden ein entsprechendes Gesetz oder eine Verordnung ernsthaft prüfen, denn Tauben passen durch ihr massenhaftes Auftreten nicht zu unserer Stadt", sagte Buchholz dem KURIER AM SONNTAG.
Das Geld kassieren würden dann die Kiezstreifen in den Bezirken, die schon unglaubliche Dinge erlebt haben. So füttern zum Beispiel im Lietzenseepark in Charlottenburg immer wieder Unbelehrbare die fliegenden Ratten mit gekochten Kürbissen, berichtet Stadtrat Marc Schulte. Dabei können durch den staubförmig zerfallenden, trockenen Taubenkot Allergien sowie Lungen- und Darmerkrankungen beim Menschen verursacht werden ...
Lichtenbergs Umweltstadtrat Andreas Geisel meint daher: "Ich hielte es für richtig, Bußgelder zu kassieren." Das Parlament wird sich damit bald befassen.
Berliner Kurier, 15.04.2007
-------- Original-Nachricht --------
Datum: Sun, 6 May 2007 15:59:13 +0200
Von: "Marc Schulte" <marc.schulte@berlin.de>
Betreff: Tauben
Sehr geehrte xxx,
folgende drei Punkte sind für das Handeln des Bezirksamtes entscheidend:
1. Es gibt Beschwerden aus der Bevölkerung über dem Umfang der Verschmutzung von Gebäuden, Straßen und Plätzen durch Taubenkot.
2. Das nicht artgerechte Füttern (Reis, Kürbis, etc.) schwächt die Tiere und sie werden anfälliger für Krankheiten.
3. Tauben sind Träger von Parasiten, die in die Wohnbereiche der Menschen eindringen können und Tauben können Erregerreservoir z.B. für Chlamydien und Salmonellen sein.
Insofern teile ich Ihre Ansichten nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Marc Schulte
Verehrter Herr Schulte!
Schade, daß Sie mein Schreiben nicht richtig gelesen haben!
Zu Punkt 1
Ich habe hinreichend ausgeführt, daß die Tauben am wenigsten am allgemeinen Dreck schuldig sind, sondern diejenigen, die es nicht auf die Reihe bringen, die wahre Ursache zu bekämpfen, nämlich das massenhafte Nachzüchten der Tauben durch verantwortungslose Züchter und das Aussetzen (Tauben"Sport") und weiterhin die Unfähigkeit, diese unschuldig in Not geratenen Tiere, halbwegs ordentlich unterzubringen, so wie es in manchen Städten schon gemacht wird: Taubentürme, wo der Kot der standorttreuen Tiere gut weggesammelt werden kann, also nicht großartig verbreitet wird.
Ziehen Sie sich bitte nicht auf die Beschwerden einer unwissenden, weil aufgehetzten Meute zurück und versuchen Symptombekämpfung! Das ist einfach lächerlich und wird das eigentliche Problem nicht beseitigen. Grade Sie sollten in Ihrer Position einen kühlen Kopf bewahren!
http://tierrechte.de/p20003000x1021.html
Zu Punkt 2
Daß ausgerechnet Sie die nicht artgerechte Fütterung bemängeln, ist glatter Hohn. Auch diesen Punkt hatte ich andeutungsweise bereits in meinem Schreiben beantwortet: Die Menschen, die überhaupt etwas geben, sind wohl immernoch besser, als die, die gar nichts geben. so sind die Tauben noch mehr gezwungen, energieaufwendig an Imbißbuden oder dergleichen nach ebenfalls nicht artgerechtem Futter zu suchen. Auch dieser Schuß geht zurück an Sie, die es nicht schaffen, die zumeist selbst in ärmlichen Verhältnissen lebenden Menschen zu unterstützen, artgerechtes Futter zu finanzieren. Statt dessen erlassen Sie ein Fütterungsverbot ... Wie wäre es, Herr Schulte, wenn Sie persönlich etwas von Ihrem Einkommen für den Schutz dieser Tiere ausgeben würden? Haben sie schonmal daran gedacht? Wenn nicht, dann stimmt es wahrscheinlich wirklich, daß Geld den Charakter verdirbt.
http://tierrechte.de/p20003000x1022.html
Zu Punkt 3
http://tierrechte.de/p20003000x1003.html
Ich schlage vor, daß Sie sich zunächst einmal wirklich informieren, statt irgendetwas nachzuplappern, was erwiesenermaßen längst widerlegt ist.
Sie müssen meine Ansichten nicht teilen, jedoch sollten Sie in Ihrer Position die Faktenlage kennen!
Wenn Sie als Tierfeind einen Posten in Berlin bekleiden, ist das sehr bedauerlich, vor allem für die Tiere. Wenn Sie weiterhin die nötige Kompetenz vermissen lassen, fordere ich Sie schon jetzt zum Rücktritt auf!
Hochachtungsvoll
Der Präsident des Oberlandesgerichts Hamm
Datum: 02.05.2007
Aktenzeichen:
1402 E – 1. 1455
(bei Antwort bitte angeben)
Ihr Schreiben vom 22.04.2007 betr. „Unkenntnis über Tauben führt zur Tierquälerei“
Sehr geehrte xxx,
Ihr oben genanntes Schreiben habe ich mit Interesse gelesen. Ich vermag darauf jedoch weiter nichts zu veranlassen bzw. zu dem geschilderten Sachverhalt Stellung zu nehmen, da ich angesichts der richterlichen Unabhängigkeit nicht befugt bin, Gerichtsentscheidungen (hier: Beschluss des hiesigen 2. Senats für Bußgeldsachen vom 22.02.2007, AZ. 2 Ss Owi 836/06) zu werten oder gar abzuändern.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Datum: Wed, 9 May 2007 23:43:54 +0200
Von: "Marc Schulte" <marc.schulte@berlin.de>
Betreff: AW: Unkenntnis über Tauben führt zur Tierquälerei!
Sehr geehrte xxx,
in einer demokratischen Gesellschaft gibt es unterschiedliche Positionen - es gibt nicht die absolute Wahrheit. Deswegen wundere ich mich, dass Sie persönlich verletzende Äußerungen für notwendig halten in Ihrer Argumentation - schade!
Mit freundlichen Grüßen
Marc Schulte
Verehrter Herr Schulte!
Ich habe ausführlich dargelegt, warum Sie mit Ihrer Position falsch liegen. Selbstverständlich haben Sie ein Recht darauf, eine eigene Position zu beziehen, jedoch kommen Sie nicht an den Fakten vorbei, wie ich an Ihren fehlenden "Argumenten" ablese.
Ich bin schon verwundert, welche Argumentation Sie plötzlich zu verfolgen suchen. Es geht hier nicht um Meinungen bzw. Positionen, sondern um das Leben leidensfähiger Geschöpfe!
Gerade von Ihnen sollte man eigentlich erwarten dürfen, daß Sie eine ethisch vertretbare Haltung einnehmen. Da gibt es auch nichts zu bedauern.
Gute Besserung!