Suche
Suche Menü

Let It Be

Für Berliner Veganer_innen und vegane Berlin-Tourist_innen ist Neukölln längst kein weißer Fleck mehr auf der Landkarte: Zahlreiche vegane Cafés, Restaurants und Läden locken, den Kiez zu besuchen. Im Januar 2014 gesellte sich das „Let It Be“ in der Treptower Str. 90 hinzu – aus dem leer stehenden Friseursalon „Marion“ wurde Berlins erste rein vegane Creperie.

Die nahezu über-Teller-großen Crepes gibt es in herzhaften und süßen Varianten: Unter anderem Schoko, Früchte-Agavensirup oder Apfelmus für die Schleckermäuler, Schinken-Käse-Lauch, Mozzarella-getrocknete Tomaten-Rucola oder Kichererbsencurry und mehr für den deftigen Hunger. Eine Salatbeilage aus frischen Gemüsen ist auch immer mit dabei.

Der Salat, das Gemüse wie auch das Obst wird saisonal, regional und möglichst bio ausgewählt – das Gros der Frischwaren wie auch viele andere Zutaten kaufen die „Let It Be“-Betreiber Nina Kränsel und Red ihren Grundsätzen getreu bei Dr. Pogo, dem veganen Ladenkollektiv.

Das Musiker-Paar hat im „Let It Be“ auch immer ihre Liebe zur Musik mitspielen lassen: Nicht nur der Laden ist nach einem Beatles-Song benannt, auch die Gerichte tragen die Namen veganer Musiker_innen – auch vegane Schauspieler_innen und Sportler_innen mischen sich auf der Speisekarte: Alicia Silverstone etwa ist die Patin des Schokolade-Bananencrepes, Ted Danson heißt der Rahm-Champignon-Knoblauch-Crepe.

Neben den Crepes gibt es auch leckere dreistöckige Sandwiches – von der klassischen Joan-Jett-Variante mit Schinken, Käse, Gurken, Mayo, Salat und Sprossen zum feinwürzigen Johnny Marr, mit karamellisiertem Tofu, Apfel, Walnüssen und hausgemachtem Chutney bis zum Morrissey-Sandwich mit Humus und gebratenem Gemüse.

Seit dem 1. Mai 2014 servieren Nina und Red auch vegane Burger – zum Beispiel das Kraftpaket aus Soja-BBQ-Steaks mit karamellisierten Zwiebeln, das nach Mike Tyson benannt ist oder etwa der Thom-Yorke-Burger mit einem Gemüsebratling und frischer roter Bete und Humus. Die Vollkorn-Burgerbrötchen mit Polentastaub kommen übrigens aus der Endorphina Bio-Bäckerei.

Neben den Hauptgerichten finden sich auch viele Beilagen auf der Karte wie zum Beispiel der Linsen-Balsamico-Rote Bete-Salat, die beliebten herzhaften Mac’n’Cheese oder eine frische Rohkost-Platte.

Getrunken wird natürlich auch vegan – von Fritz-Limonaden über Viva Con Agua bis zum herrlich erfrischenden Kokosnusswasser von Michelbergers Fountain of Youth. – Geheimtipp bei den Drinks: Das Kokosnusswasser mit Rum als Coco Mojito! Oder ein Berlin Mule: Spicy Ginger Ale mit Ingwer und dem Kornbrand der Berliner Brandstifter.

Beim Bier und Wein wird ebenso großer Wert auf Qualität gelegt – der Rebensaft kommt vom Weingut Geisen aus Lieser an der Mosel und ist wie die bayrische Brauerei Ayinger ein kleines traditionsreiches Familienunternehmen, das mit Liebe und ohne tierische Zutat braut.

Gegessen wird im „Let It Be“ an stabilen selbstgebauten Holztischen, die sich auch mal zu einer größeren Tafel zusammenschieben lassen. Ein Korb voll Spielzeug und ein Hochstuhl steht für die kleinen Gäste bereit und für den Hundedurst gibt es immer frisches Wasser.

Auch sonst ist es gemütlich im „Let It Be“ – Nina und Red haben einen Raum mit hübschem Krimskrams und Souvenirs aus aller Welt dekoriert, während im anderen Zimmer Linoldrucke des befreundeten Künstlers Nagel ausgestellt sind.

Was bleibt noch zu erwähnen?

Vom selbstgebackenen Kuchen bis zu den glutenfreien Alternativen – alle Crepes gibt es auch als Buchweizen-Galettes, alle Sandwiches und Burger auf Wunsch auf glutenfreiem Brot – Nina und Red wollen ihren Gästen ein heimeliges veganes Wohnzimmer bieten, vom Mittagessen über Fairtrade-Kaffee bis zum Abendessen und Versacken bei ausgewählten Getränken und guter Musik. Denn gute Musik ist den beiden Musikern mindestens genauso wichtig wie leckeres veganes Essen!