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Kremanski

Im Neuen Kreuzberg-Zentrum (NKZ), dem waghalsigen und das Kottbusser Tor dominierenden Bauprojekt der siebziger Jahre, am Durchgang zur Dresdener Straße ist das Kremanski gelegen. Es gibt schönere Orte in Berlin, aber das NKZ gehört mittlerweile selbstverständlich zu Kreuzberg, ist belebt und wird zunehmend gastronomisch vielfältiger.

Diese unbeschreibbare Mischung des NKZ setzt sich im Kremanski fort. Nicht richtig Café, nicht richtig Eiscafé, nicht Restaurant, nicht Imbiss, nicht Bar, sondern von allem ein bisschen. Als erstes denkt man jedenfalls, es sei ein Eiscafé, wegen der Eissorten auf der Tafel und der dominierenden Eistruhe. Die leckeren Sorbets sind mit „V“ gekennzeichnet. Die Waffeln sind bisher nicht vegan. Auch die Einrichtung erinnert an ein Eiscafé mit Stühlen um kleinen runden Tischen und ein paar Sofas. Der Tresen wird von der großen Kaffeemaschine und den Kaffeemühlen beherrscht. Erst jetzt wird richtig deutlich, worum es hier eigentlich gehen soll: Um richtig guten Bio-Kaffee. Die Röstungen kommen von den Berliner Bonanza Coffee Roasters und können mit Sojamilch vermischt eingenommen werden.

Dazu gibt es (leider) nicht veganen Kuchen. Darüber hinaus gibt es omnivore Speisen. Zumindest die Suppe ist meistens vegan und der Inhaber verspricht künftig noch mehr anzubieten und diese zu kennzeichnen. Die Speisen sind teilweise bio und meistens regional. Nach hinten zur Dresdener Straße raus findet sich eine kleine Bar mit einem weiteren Tresen. Für die Zukunft sind Ausstellungen und kleine Konzerte angedacht. Das Kremanski ist alles andere als ein Konzeptlokal. Hier hatte jemand Lust ein Lokal aufzumachen, bietet an, was er selbst gut findet und hofft, dass es anderen ähnlich geht. Das spürt man und das macht diesen Ort sympathisch.