Berlin-Vegan: vegane Hundeernährung

Hunde als Haustier

In veganen Gruppen ist die Haltung von Hunden und anderen Tieren nur in Ausnahmenfällen erwünscht, nur dann z. Bsp. wenn ein Hund/Tier in einer echten Notlage ist oder aus einer schlechten Haltung befreit wird.
Vor allem sollten sie nicht aus Egoismus und/oder Einsamkeit als Familienersatz angeschafft werden. Außerdem sollten sie nicht als Statussymbol oder als Wachhund ausgebeutet werden.
Von kommerziellen Anbietern und Züchtern ist ganz abzusehen.
Männliche Hunde sollten kastriert werden, allerdings erst nach eineinhalb Jahren, da sie ansonsten unter Hormonstörungen leiden können und sich ihr Wachstum nicht richtig entwickeln kann. Die Kastration ist aber aus ethischer Sicht unbedingt nachzuholen, um Nachwuchs und weiteres Tierelend zu vermeiden.

Das Tierheim sollte nur ein Alternatve sein

In solchen Fällen ist ein Schutzvertrag mit einer Schutzgebühr eine gute Lösung, (ist also sinnvoll), wenn z.B das Tier aus einem Notfall ist.
Bei der Übernahme eines Tieres "muss" der neue Besitzer eine Schutzgebühr bezahlen. Sie soll deutlich machen, dass das Tier einen emotionalen Wert hat. Keinesfalls ist es als Geschenk gedacht, das spontan entgegengenommen und schnell wieder weggeworfen werden kann. Die Schutzgebühr soll mithelfen das Tier vor dem Schicksal zu bewahren, welches es in vielen Fällen schon mal erlebt hat. Ausserdem hilft sie, die finanzielle Situation des neuen Frauchens/Herrchens zu beurteilen, wer kein Geld für die Schutzgebühr aufbringt (aufbringen kann), wird dies vielleicht auch später für Futter oder den Tierarzt nicht tun. Tierschutzvereine finanzieren sich über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Schutzgebühren. Schutzgebühren beziehen sich auf die Kastration, Streu, Nahrung usw.
http://www.mftt.de/mft/tiere/Vertrag_Hund.htm

Hunde fordern Zeit

Hunde sollten nur dann aufgenommen werden, wenn sie die Möglichkeit zu ausreichend Auslauf und Abwechslung haben, das heißt, das sie sich in unterschiedlichen Umgebungen austoben können. Außerdem ist Zeit ein wesentlicher Faktor, der nicht zu kurz kommen darf.

Hunde brauchen in den ersten Lebensmonaten fünf bis sechs mal täglich Auslauf, allerdings nicht länger als 30 Minuten pro Spaziergang. Ab sechs Monaten reduziert sich der Auslauf auf ca. vier mal am Tage. Davon sollte eine Spaziergang/Lauf mindestens 1-1,5 Stunden lang sein, die anderen drei Gassirunden ca. eine halbe Stunde.

Die meisten Hunde mögen ihre Artgenossen, daher ist es sinnvoll zwei Hunde in einem Haushalt zu haben. Hunde sollen nicht länger als sechs Stunden allein sein. Da Hunde Rudeltiere sind ist auch ein Kontakt zu Artgenossen ein
wesentlicher Bestandteil einer guten Hunde"Haltung" - ein gutes Sozialverhalten wird durch den Kontakt zu Artgenossen aufgebaut.

Vegane Hundeernährung

Aus ethischen Gründen befürworten wir Veganer die vegane Ernährung für Hunde und aus gesundheitlichen Aspekten ist sie unproblematisch.
Im Allgemeinen kann man Hunde ohne große Probleme vegan ernähren, sie sind in ihrem Essverhalten nicht so anspruchsvoll wie manch andere Heimtiere.

Am besten du probierst diverse Sachen aus, z.B. mögen viele Hunde Reis, Hirse oder Dinkel mit frischem Gemüse, (u.a. Möhren, Sellerie und Fenchel). Ab und zu kannst du auch Blumenkohl, Spinat oder Broccoli geben.
Kichererbsen, Sauerkraut, verschiedene Sojaprodukte und Seitan essen die meisten Hunde sehr gern - ebenso Hirse mit Linsen und Möhren. Etwas Öl würde ich für den Geschmack und als Energielieferant immer drunter mischen.
Mancher Hund ist mekelig und da wäre eine langsame Futterumstellung von Vorteil.

Es gibt ein paar gute Seiten:

Erfahrungsbericht

Ich werde euch jetzt noch von meinen eigenen Erfahrungen bei der Nahrungsumstellung meiner beiden sehr unterschiedlichen Hunde berichten.
Mein älterer Hund namens Baloo ist ein Terriermischling und hat seinen eigenen "Dick"kopf, er frisst nicht alles was man ihm anbietet, aber da ich ja erfinderisch bin, habe ich mir einiges einfallen lassen.

Nudeln mit frischen Möhren, Rapsöl und Sojachunks (Asialaden), das isst mein Baloo ja gerne. Hirse mit viel Fett und etwas Gemüse wird meist auch ganz gern von ihm gegessen.
Ansonsten kann man ihn noch für Seitan und verschiedene geräucherte Tofusorten begeistern.

Capper, mein schwarzer Schäferhundmischling liebt fast alles, was ich ihm koche. Einmal die Woche bekommen er und Baloo Seitan.
Capper mag vor allem geräucherte Sachen egal in welcher Form, er mag fast jedes frische Gemüse, Äpfel, hin und wieder auch eine Banane.
Nudeln und allen möglichen Getreidesorten isst er super gerne. Kichererbsen
mit Möhren, Tomaten, etwas Knoblauch, Gemüsebrühe und Olivenöl schmecken ihm auch sehr gut.
Für meinen Capper wird nun auch öfter Hundekuchen gebacken, da er seit einiger Zeit eine Milbenallergie gegen Trockenfuter hat.

  • Ganz wichtig sind noch die Zusätze, die ein veganer Hund unbedingt braucht, am besten ihr gibt ihm VEGEDOG, das hier ehältlich: http://www.ein-besseres-leben.de/a288.html
  • Ja, dann gibt es noch Trockenfutter, was ja für die Zähne wichtig ist. Ich gebe meinem Kleinen meist nur noch AMIdog, das Vitamin D ist wohl doch vegan - laut dieser HP: http://www.ein-besseres-leben.de/t116s116.html
  • Die erste Zeit der Futterumstellung habe ich beiden YARRAH gegeben. Leider ist es keine Alleinnahrung, dafür aber vegan! Infos dazu hier: www.yarrah.com

Im Veganladen könnt ihr beides bestellen http://www.veganladen.de/shop/show.php?main_kat=28&kategorie=61&nr=

Achtung vor Sprühhalsbändern: http://www.animal-learn.de/Spruehhhalsbaender.php