Berlin-Vegan: Berliner Tierheim bietet Tiere zum Essen an!

Berliner Tierheim bietet Tiere zum Essen an!

Europas größtes Tierheim in Berlin-Falkenberg bietet auch dieses Jahr am Tag der offenen Tür am Sonntag, den 17. Mai 2009, Tiere zum Essen an.

Das Tierheim unterscheidet offenbar zwischen den Kuscheltieren wie Hunden und Katzen (die aufgenommen, gepflegt und vermittelt werden) und sogenannten Nutztieren wie Schweinen und Kühen (die für den menschlichen Gaumenkitzel skrupellos geschlachtet und in ihren eigenen Darm gepresst als Bratwürste verkauft werden).

Gegen diese Doppelmoral findet vor dem Tierheim von 13 bis 16 Uhr eine Kundgebung statt.

„Im Januar sagte eine Vertreterin des Tierheims zu, daß es wenigstens am Tag der offenen Tür keine getöteten Tiere zu kaufen geben wird. Enttäuscht mußten wir erfahren, daß es beim Status quo bleibt.“ Stephanie Goldbach, Pressesprecherin Berlin-Vegan

Und weiter: „Schlimm genug, daß an den übrigen Tagen auf dem Tierheimgelände Wurst verkauft wird, so wird am Tag der Offenen Tür ganz besonders das gefährliche Signal vermittelt, dass das Essen von eigens dazu getöteten Tieren auch Tierschutz sein könne... als wenn Kühe und Schweine keine fühlenden Lebewesen wären, die genauso am Leben hängen wie Hund und Katz.“, erklärt die Pressesprecherin.

Neben 10.000 Besuchern werden auch Schlagersternchen sowie Schauspieler von „Gute Zeiten-Schlechte Zeiten“ im Tierheim erwartet. Gute Zeiten wird es am Sonntag jedoch nur für die zu vermittelnden 1.400 Hunde, Katzen und Kleintiere geben, dafür schlechte Zeiten für die Neuland-Tiere aus angeblich glücklicher Biohaltung. Aber auch Tiere aus Biolandwirtschaft wollen nicht geschlachtet werden, um auf unseren Tellern landen.

„Bei aller guten Arbeit, die das Tierheim Berlin bei der Unterbringung und Vermittlung von Tieren sicher leistet, würde die Anerkennung des moralischen Lebensrechtes aller fühlenden Lebewesen die Glaubwürdigkeit des Tierheims immens steigern. Das bekannte Gut Aiderbichl in Salzburg hat mit dem Fleischverkauf aufgehört, nachdem dort die Diskrepanz verstanden wurde. In Berlin ist man offenbar noch nicht soweit“, resümmiert Goldbach.

Seit 2008 bietet das Tierheim eine Nutztiernotaufnahme an, die in Schauräumen die Massentierhaltung anprangert. Es wird Geld gesammelt und Spendengelder investiert, um sogenannte Nutztiere aufzunehmen. Dies alles dient der Profilierung, während mit dem Verkauf von Neuland-Fleisch Profit erwirtschaftet wird – auf Kosten von leidensfähigen Lebewesen.


15.05.09 13:38 Alter: 3 yrs
Berlin
Demonstranten mit 2 Plakaten vor dem Tierheim

Kundgebung vor dem Tierheim

Kategorie: Demonstration, Berlin