Ponyreiten: Fa. Lauenburger gefährdet Menschen und Pferde
Berliner Tier- und Kinderschützer schlagen auf dem Weißenseer Blumenfest Alarm! Aktivisten von Berlin-Vegan haben am Freitag, den 28. Aug. 2009, gegen das verantwortungslose Ponyreiten der Fa. Lauenburger auf dem Weißenseer Blumenfest einschreiten müssen.
Sowohl Firma Lauenburger als auch der Veranstalter hatten offenbar keine Hemmungen, das Ponyreiten - nur durch ein kniehohes Gatter getrennt - direkt neben den Gleisen der von vier Tramlinien befahrenen Strecke auf der halbseitig gesperrten Berliner Allee zu positionieren.
Die offenbar hungrigen Pferde versuchten mehrere Male, Pflanzen aus dem Gleisbett zu essen und erschraken, wenn die Straßenbahn heranfuhr. Einige Male musste die Straßenbahn gar anhalten, um die Pferde nicht anzufahren. Zum Lärm der Straßenbahn kam die laute Musik, mit denen die beiden benachbarten Gewerbetreibenden Kundschaft anzulocken versuchten.
Dass angesichts dieser denkbar schlechten Voraussetzungen die schreckhaften Fluchttiere mit Kindern auf dem Rücken oftmals sogar ohne menschliche Führung ihre Runden drehten, stellte eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben dar, so dass die Aktivisten die Polizei riefen.
Diese sah erstaunlicherweise ihre Aufgabe als erfüllt an, nachdem Fa. Lauenburger auf Anweisung der Polizei ein notdürftig zusammengeknotetes Seil aus mehreren Halfterstricken gespannt hatte, das zwischen den Pferden und der Straßenbahn einen Meter mehr Abstand ergab, von den Pferden in Schrecksituationen jedoch mühelos hätte überwunden werden können.
Der im Gehen begriffenen Polizei wurde eine spontane Protestaktion angekündigt, zu der einer der Beamten meinte: „Ihr wollt den Kindern doch nur den Spaß verderben“. Kurze Zeit nachdem die Aktivisten mit Pappschildern „Keinen Cent für Tierausbeutung!“ gut hörbar auf die Verantwortungslosigkeit der Fa. Lauenburger aufmerksam machten, erschien das Wachpersonal des Blumenfest Weissensee und wollte den Aktivisten das Demonstrieren untersagen, woraufhin diese die Polizei erneut riefen.
Der Polizist war nun der Meinung, dass der Bürgersteig mit zum Veranstaltungsgelände gehöre. Daraufhin wurde den Aktivisten unter Strafandrohung ein Hausverbot für die Berliner Allee, nebst Bürgersteig über die gesamte Veranstaltungsstrecke, bis zum Ende der Veranstaltung (am Sonntag) erteilt.
Die Aktivisten werden klären, ob sie durch die Polizei und/oder das Wachpersonal an der Ausübung des Versammlungsrecht gehindert wurden.
Weitere Schritte werden selbstverständlich gegen die Fa. Lauenburger und den Veranstalter des Blumenfestes geprüft. Insgesamt hat die Aktion viel Aufsehen erregt, aus den Menschentrauben kam oft Zuspruch für die Aktivisten.
Kurzer-Nachtrag:
Am Samstag wurde die gesamte Veranstaltungstrecke entlang der Tramlinie mit Bauzäunen gesichert. Ein kleiner Erfolg wenigstens zum Schutz der Menschen.
Leider konnten wir für die Pferde bislang keine wesentliche Verbesserung erreichen: Selbst die kleinsten behördlichen Auflagen gegen die Fa. Lauenburg werden von dieser konsequent ignoriert, wie das Anbinden der Pferde im Transportwagen und -gehege.







