Oster-Demo für Tierrechte
Mit unserer Demonstration zu Ostern vor dem Berliner Dom wollen wir auf die institutionelle Verantwortung der Kirchen und die persönliche Verantwortung der Gläubigen für die heute praktizierte Tierausbeutung aufmerksam machen.
Tierrechte und Menschenrechte als Bestandteil von Tierrechten erheben den Anspruch universeller Gültigkeit. Ihre Begründung muss daher auf rationalem Wege aus allgemein geltenden Grundsätzen folgen und somit traditionellen Glaubens- oder Wertvorstellungen bestimmter Personen oder Gruppen übergeordnet sein. Vielmehr sind traditionelle Glaubens- und Wertvorstellungen unter anderem daran zu messen, inwieweit sie zivilisatorisch wünschenswerte Entwicklungen fördern oder behindern. Es sollte kein Zweifel daran bestehen, dass zu den zivilisatorisch wünschenswerten Entwicklungen eine Verringerung des Leids in dieser Welt gehört.
Das unsägliche Leid der nichtmenschlichen Tiere bewegt die großen christlichen Kirchen wenig. Zwar setzen sich innerhalb dieser Organisationen einzelne Personen oder Gruppen in bemerkenswerter Weise für die Sache der Tiere ein. Ihre Standpunkte werden jedoch von den Spitzen der Organisationen eher geduldet als anerkannt. Sie haben keinen nennenswerten Einfluss auf die auch von wirtschaftlichen Erwägungen beeinflusste Politik der Kirchen.
Zur historischen Verantwortlichkeit des Christentums formuliert der Theologe und Kirchenhistoriker Walter Nigg: "Der Behauptung, dass es nicht so schlimm gewesen sei, muss geantwortet werden: Doch, es war schlimm, so schlimm, dass es schlimmer nicht hätte sein können!"
In dieser Situation ist eine Veränderung nur von unten möglich. Jeder einzelne Gläubige sollte sich fragen, ob er das qualitativ und quantitativ jedes menschliche Vorstellungsvermögen übersteigende Tierleid weiter fördern oder durch einfache Konsumentscheidungen verringern will.
Das Ritualisieren von Leid zeigt sich neben dem zur Schau gestellten gekreuzigten Lamm Gottes auch daran:







