Berlin-Vegan: Die detailierten Grausamkeiten hinter Fleisch, Fisch, Eiern & Milch

Die detailierten Grausamkeiten hinter Fleisch, Fisch, Eiern & Milch

Es gibt schon mehr als genug Fleischüberproduktion in diesem kranken kapitalistischen System! Und immer werden noch mehr Schlachthöfe und Mastanlagen gebaut, wie dies derzeit mit sehr vielen Steuersubventionen in den östlichen Bundesländern um Berlin herum geschieht. Der Mensch ist der schlimmste Übeltäter unter allen Lebewesen, hat sich aber eingeredet, er sei die Krone der Schöpfung. Tiere sind die unschuldigen Opfer einer Weltanschauung, die behauptet, manche Leben seien wertvoller als andere, die Mächtigen hätten das Recht, die Machtlosen auszubeuten und die Schwächeren müssten zum Wohle des größeren Ganzen geopfert werden. Der Mensch spricht den Tieren die Seele ab, beruft sich jedoch in seiner Arroganz und mangelnden Selbstreflexion auf seine angebliche eigene göttliche Herkunft.

Über 90 % des Fleisches kommt aus der Massentierhaltung. Die Tiere werden künstlich be­fruchtet und die Jungen der Mutter innerhalb weniger Tage oder gar Minuten weggenommen. Sie verbringen den Rest des Lebens in engen Boxen/Käfigen oder dichtgedrängt in großen Hallen. Der Stress dieser Bedingungen hat schwerwiegende Folgen, z.B. Selbstverstümme­lung und Kannibalismus. Um dies zu vermeiden, werden bei Hühnern und Enten die Schnäbel gekürzt sowie bei Ferkeln Zähne entfernt und Schwänze abgeschnitten. Durch Züchtung und Verabreichung von Medikamenten können die Tiere ihr eigenes Gewicht kaum tragen. Dies führt zu Knochenbrüchen und Verformungen. Um Krankheiten vorzubeugen, werden ihnen Antibiotika ins Futter gemischt. Trotzdem stirbt jedes 5. bereits in Gefangenschaft. Dies erspart ihnen wenigstens den Schlachthof mit teils mangelnder Betäubung und Aufwachen während des Aufschlitzvorgangs. All dieses Leid wird mit unseren Steuermitteln stark subventioniert (Tiertransporte durch ganz Europa, Neubauten von modernen Schlachthöfen etc.)!

Dass eine Henne ein Ei legt, ist KEIN Zeichen ihres Wohlbefindens. Hühner sind dahingehend gezüchtet, alle 30 Stunden ein Ei legen zu können, während ihre freien Vorfahren 6-12 Eier im Jahr legten und ausbrüteten. Der Belastung dieser biologischen Manipulation ist die Henne nicht gewachsen. Eine Folge ist das Ziehen des für Ei­erschalen notwendigen Kalziums aus ihren Knochen, welche schließlich brechen. Das idyllische Bild einer Henne mit ihren Küken ist nichts weiter als irreführende Werbung und entspricht keinesfalls der Realität. Die meisten Hühner, auch die "glücklichen" aus der Freilandhaltung, schlüpfen nicht im Nest ihrer Mutter, sondern in einem Brutschrank. Die männlichen Küken werden gleich am ersten Tag ihres Lebens erstickt, zermust oder aus Kos­tenersparnisgründen lebend in die Mülltonnen geworfen. Insgesamt werden so in unserem Land wöchentlich bis zu 800.000 männliche Küken als unbrauchbar für die Eierindustrie aussortiert.

In Deutschland werden derzeit ca. 60 Mio. Hühner als sog. Legehennen ausgebeutet; der Großteil wird nach wie vor, nachdem sie das Alter erreicht haben, in dem sie Eier legen können, in Legebatterien gesteckt. Nach 10 Ta­gen kürzt man die Schnäbel mit einem Messer, um den Schaden durch gegenseitiges Federpicken, bedingt durch die qualvolle Enge in Legebatterie oder Bodenhaltung, in profitablem Rahmen zu halten. 10.000 bis 100.000 Tiere leben in einer fensterlosen Halle mit übereinander stehenden Käfigreihen. Der Raum eines Käfigs ermöglicht es der Henne nicht einmal, ihre Flügel auszubreiten, da die Bodenfläche lediglich groß ist wie ein DIN A 4-Blatt. Verletzungen und Krankheiten sind an der Tagesordnung.

Die Hühner, die das Martyrium in der Käfig-, Boden- oder sonstiger Haltung 12-15 Monate überlebt haben und aus welchen sich lebend kein Profit mehr machen lässt, werden mit Lastwagen zum Schlachthof gebracht. Dort hängt man sie an den Füßen auf, taucht sie zur Betäubung mit dem Kopf in ein unter Strom gesetztes Wasserbad und nimmt ihnen durch Aufschlitzen des Halses ihr wertvolles Leben.

Um einen weiteren, weit verbreiteten Irrtum aufzuklären: Eine Kuh gibt nicht automatisch Milch. Sie bildet dieses Sekret einzig nach einer Schwangerschaft für ihr Kalb. Das Kalb wird der Mutter kurz nach der Geburt entrissen. Es wird oft beobachtet, dass Mütter tagelang schreien, nachdem ihnen das Kalb weggenommen wurde. Die für die Rinder"mast" bestimmten Kälber werden nach ca. elf Monaten geschlachtet. Für andere Tiere führt der Weg in die Kälber"mast". Um große Mengen von "zartem, weißem Kalbfleisch" zu erhalten, werden sie bei nahezu permanenter Dunkelheit isoliert in enge, kahle Holzverschläge (sog. Mastboxen) gesperrt, die kaum Bewegung zulassen. Ihnen wird einen Brei verabreicht, der weder Eisen noch Ballaststoffe enthält. So bleibt ihr Fleisch weiss, wenn sie nach 4-6 Monaten geschlachtet werden.

Mit 18-24 Monaten beginnt für eine "Milch"kuh, die ihr Leben zumeist angekettet in einer Halle mit Spaltenböden ohne Wiese oder Sonnenlicht verbringen muss, ein Kreislauf von Schwangerschaft, Geburt und Laktation (Milch­bildung). Da die Milchbildung nur in einem begrenzten Zeitraum nach der Geburt des Kalbes auftritt, wird die Kuh permanent mittels künstlicher Besamung schwanger gehalten. Für 6-7 Monate im Jahr wird sie 2-3mal täglich mit einer mechanischen Pumpe (leer)gemolken, während sie schwanger ist. Da solche Pumpen bei allen Kühen mit der gleichen Saugkraft arbeiten, kommt es oft zu schmerzhaften Entzündungen, da einige Tiere leichter Milch "geben" als andere. Um die extremen Milcherträge zu erzielen (6.000 bis 10.000 Liter pro Jahr - das ist 10mal so viel wie ein Kalb benötigt, das von seiner Mutter gestillt wird), verfüttert die Milchindustrie hochkonzentriertes, mit Antibiotika versetztes Proteinfutter statt Gras. Die viel zu hohe Milchbildung ist eine enorme gesundheitliche Be­lastung für die Kuh. Sobald ihre Milchbildung als zu gering angesehen oder sie durch Krankheit unfruchtbar wird, nimmt ihr die Milchindustrie noch das letzte, was ihr geblieben ist: ihr Leben! Die gutmütigen, friedlichen und geduldigen Kühe, die ohne die Milchwirtschaft ca. 20 Jahre alt geworden wären, werden meist im Alter von 5-6 Jahren zum Schlachthof gebracht.

Biofleisch scheint auf den ersten Blick eine Alternative zu sein, ist aber lediglich das kleinere Übel. Tiere in der Biohaltung erleiden zwar weniger Schmerzen als diejenigen, die in den Tierfabriken dahinvegetieren. Aber die aus Kostengründen betäubungslose Kastration bei Ferkeln und die frühzeitige Trennung von Mutterkuh und Kalb finden auch in der Bio-Haltung statt! Zudem ist es hinterlistig und inkonsequent, den Tieren den tierlieben Menschen vorzuspielen und ihnen dann ebenfalls das Schlachtmesser an die Kehle zu setzen. Ob Bio- oder Massenhaltung, das Endresultat bei beiden Haltungsformen bleibt: Grausames Schlachten für ein vollkommen unnötiges Geschmacks“erlebnis“. Auch in einer Biohaltung guten Willens ist es zudem ökonomisch undenkbar, diese „überzähligen“ männlichen Küken und Kälber bis zu ihrem natürlichen Tod am Leben zu lassen. Insofern ist leider auch der Bio-Ovo-Lacto-Vegetarismus mit Schlachten im frühesten Kindesalter untrennbar verbunden.

Der Blick hinter die Kulissen zeigt, dass alle Ausbeutungssysteme miteinander verknüpft sind (Turbokapitalismus und Frauenunterdrückung z.B. kann man auch nicht getrennt davon betrachten, alles beruht auf krassen Herrschaftsstrukturen). Die sensiblen Tiere – jedes einzelne wollte einfach nur (schmerz)frei leben – werden in diesem Verwertungsprozess zur reinen Ware. Es existiert leider keine Landromantik mehr, wie uns dies die scheinheilige Agrarindustrie auf Verpackungen und Werbeschildern noch immer weismachen will.


08.02.07 13:40 Alter: 5 yrs
Ernährung
Kategorie: Ernährung

Von: SJG