Tag 4 des Hungerstreiks: Neue Auflagen und Seehofer-Besuch
Am vierten Tag des Hungerstreiks wurden die Aktivisten in aller Frühe geweckt, weil der Käfig um circa 20 Meter verrückt werden musste. Offiziellen Aussagen zu Folge besteht aufgrund des Tages der Offenen Tür eine erhöhte Gefährdung durch unseren Käfig.
Nach diesem unschönen Auftakt verlief der Rest des Tages aber sehr erfolgreich. Wir konnten hunderte von Flyern an interessierte Passanten und Besucher des Ministeriums verteilen. Zahlreiche konstruktive Gespräche klärten über die Missstände in der Tierhaltung auf.
Am frühen Nachmittag erschien dann Tierqualminister Seehofer persönlich, umgeben von einer Scharr von Journalisten. Zuerst liess er sich von den answesenden Jägern ein Ständchen blasen, um dann gemeinsam mit ihnen über die Schönheit der Jagd zu sinnieren. Durch unsere lautstarken Störrufe angelockt, bewegte sich der Tross zu dem Käfig mit den Hungerstreikenden um in Gespräch zu kommen. Minister Seehofer zeigte sich aber wie immer uneinsichtig und verwies auf die demokratische Entscheidung des Parlaments, und das somit ja alles in Ordnung sei. Der Minister ignoriert damit weiterhin das Käfighaltungsurteil des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahre 1998.





