Hochschwangere demonstriert gegen Kuhmilch-Konsum
Am 6.Mai fand vor dem Bundeskanzleramt die „Milch den Kälbern“-Demo statt. Ein „Bauer“ hatte eine hochschwangere Frau an der Kette. Mit dieser drastischen Aktion weisen Tierrechtsaktivisten von PeTA Deutschland e.V. und Berlin-Vegan auf den grausamen Alltag der Milchwirtschaft hin.
Mit dem Slogan „Wäre ich eine Milchkuh, würde mein Baby getötet – Für eure Milch“ erinnern sie an das Leid der Kühe und Kälber, die für die Produktion von Milch in Deutschland missbraucht werden.
Leider wurden die Aktivisten gehindert ihre Aktion durchzuführen, da die Ehre des Hauses durch einen nackten, jedoch mit dem Arm bedeckten Busen entwürdigt würde. Rechtliche Grundlagen konnten die Ordnungshüter jedoch nicht vorbringen.
„Sinkende Milchpreise und demonstrierende Bauern waren zuletzt häufiger in den Medien. Aber Kuhmilchkonsum bedeutet für Kühe und Kälber Leid und Tod“, erklärt Stefan Klippstein von Berlin Vegan. „Damit Kühe ständig Milch produzieren, werden sie mittels künstlicher Besamung schwanger gehalten. Ihre Kälbchen werden ihnen meist schon wenige Stunden nach der Geburt weggenommen und an die Fleischindustrie verkauft.“
Kühe in der Milchproduktion werden nach nur vier bis fünf Jahren lebend zum Schlachthof transportiert und sterben oft bei vollem Bewusstsein. Ihre natürliche Lebenserwartung beträgt 20-25 Jahre. Weibliche Kälber werden meist zu neuen „Milch“-Kühen herangezogen, die männlichen werden an die Kalbfleischindustrie verkauft. Wird ein junges Kalb getötet, wird das Magenenzym Lab für die Herstellung von Käse verwendet, da es für die Milchgerinnung benötigt wird.
Doch nicht nur für die Tiere bedeutet Milchkonsum Nachteile. Mehr und mehr Menschen in Deutschland sind laktose-intolerant und können Milchprodukte gar nicht richtig verarbeiten.
„Kuhmilch ist nur geeignet für die Ernährungsbedürfnisse von Kälbern, die ihr Gewicht in kurzer Zeit verdoppeln, vier Mägen haben und innerhalb eines Jahres mehrere Hundert Kilogramm wiegen“, so Stefan Klippstein weiter. „Der Mensch ist die einzige Spezies, die die Milch von anderen Tieren trinkt und auch die einzige Spezies die Milch über das Säuglingsalter hinaus trinkt.“
Weitere Gesundheitsrisiken, die mit Milch verbunden werden, sind Herzkrankheiten, Allergien, Diabetes, einige Krebsarten und Osteoporose. Dabei gibt es gesunde, leckere, fett- und cholesterinfreie Pflanzenmilch aus Soja, Reis und Hafer heute in allen Supermärkten zu kaufen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.goveggie.de und http://www.milch-den-kuehen.de/index2.html
