Berlin-Vegan: 500 bei Demonstration gegen Pelzhandel und Tierausbeutung in Berlin

500 bei Demonstration gegen Pelzhandel und Tierausbeutung in Berlin

Animal Liberation – Escada aus dem Pelzhandel kicken

Aus der Pressemitteilung der Berliner-Tierrechts-Aktion (BerTA) zur Demonstration „Animal Liberation: Escada aus dem Pelzhandel kicken“; am 15.11.2008 in Berlin

Am 15.11.2008 demonstrierten nach Zählungen der Organisatoren über 500 TierrechtlerInnen und TierbefreierInnen gegen Tierausbeutung und den Pelzhandel der ESCADA AG. Die Demonstration, zu der AktivistInnen aus ganz Deutschland angereist waren, führte vom Alexanderplatz über die Oranienburger Straße zur Friedrichstraße. Der Protest richtete sich insbesondere gegen den Pelzhandel von ESCADA und wurde von kreativen Aktionsformen, wie Theaterperformances, Radical Cheerleading und einer Kunstblutaktion begleitet.

„Wir sind hier und wir sind laut - weil Escada Pelz verkauft!“

„Wir sehen die Demonstration als Erfolg. Escada wurde deutlich gemacht, dass wir so lange demonstrieren werden, bis auch sie sich in die immer länger werdene Liste pelzfreier Unternehmen einreihen“
so Katrin Weinert vom Organisationsbündnis.

Mehrere Hundert DemonstrantInnen riefen vor dem Flagship-Store in der Friedrichstraße Slogans wie „Pelzhandel Stop – Escada Boykott“ und „Wir sind hier und wir sind laut – Weil Escada Pelz verkauft“. Die Filiale des deutschen Luxusmodekonzerns, vor dem auch die Abschlusskundgebung stattfand, wurde durch Polizeiketten und eine Vielzahl von Einsatzfahrzeugen gegen die entschlossenen Proteste der TierbefreierInnen abgeschirmt, die Friedrichstraße mehrere Stunden gesperrt.

Seit 2001 organisieren TierrechtlerInnen und TierbefreierInnen Kampagnen gegen Modehausketten, um sie zum Ausstieg aus dem Pelzhandel zu bewegen. Mit Erfolg: C&A, Karstadt, Peek und Cloppenburg und Zara verkaufen nach mitunter mehrjährigen Protesten keine Echtpelzwaren mehr.

„Der Ausstieg Escadas aus dem Pelzhandel ist eine Frage der Entschlossenheit der Proteste. Mit der Demonstration heute konnte wieder ein deutliches Zeichen gegen den blutigen Pelzhandel des Luxuskonzerns gesetzt werden.“
äußert sich Konrad Eckstein, Pressesprecher der Berliner-Tierrechts-Aktion.

„Animal Liberation“ - Für die Befreiung der Tiere

Aber nicht nur die Pelzindustrie kritisierten die TierbefreierInnen: Vor einem Steakhaus und einem Restaurant der Nordsee-Kette wurden Parolen wie „Tieren wollen leben – Fleisch ist Mord“ gerufen und Redebeiträge verlesen, in denen auch ein Ende der Ausbeutung und Unterdrückung gefordert wurde.

„Tierbefreiung meint dabei nicht nur, ganz praktisch die Tiere aus den Käfigen zu holen, sondern bezieht sich auch auf die Veränderungen der gesellschaftlichen Verhältnisse, die die Grundlage von Herrschaft und Ausbeutung von Tieren sind.“
so Katrin Weinert.

Es geht den TierbefreierInnen um die Beendigung des Speziesismus, der Ideologie, nach der Tiere aufgrund ihrer Spezieszugehörigkeit nur als Ressourcen und Objekte menschlicher Interessen betrachtet werden und nicht nach Gemeinsamkeiten, wie Schmerzempfinden oder Leidensfähigkeit.

Video: qik.com/berlinvegan
Quelle: www.antispedemo-berlin.tk


16.11.08 17:04 Alter: 3 yrs
Berlin
Demonstrationszug am Alexanderplatz

Transparent „Escada’s fur-trade – we’ve got to stop it!“

Transparent „Tierausbeutung stoppen – gegen Speziesismus“

Theaterperformance „Leichen schmecken besser als Gemüse“ (1)

Theaterperformance „Leichen schmecken besser als Gemüse“ (2)

Fahnen “Antispeziesistische Aktion”

“Wegen einer Demonstration hier kein Straßenbahnverkehr”

Kategorie: Berlin, Demonstration